Erkältung: Wiki

Erkältung – durch Viren oder Bakterien?

© PantherMedia / Sebastian Kaulitzki

Eine Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) kann durch Viren oder Bakterien hervorgerufen werden. Dabei sind Viren für die weitaus meisten Erkältungsfälle verantwortlich.[1]

Welche Viren und Bakterien eine Erkältung verursachen, welche Anzeichen es dafür gibt und welche Tipps gegeben werden können, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Erkältung wird in 95 % der Fälle durch Viren verursacht. Dabei gibt es über 200 Viren, welche für den Ausbruch der Erkrankung verantwortlich sein können. Die wichtigsten dabei sind:

  • Adenoviren
  • Rhinoviren
  • Parainfluenzaviren
  • Coxsackieviren
  • Coronaviren
  • Enteroviren

Bakterien sind nur sehr selten für eine Erkältung verantwortlich. Sie können sich aber – wenn das Immunsystem durch die Viren bereits geschwächt ist – zusätzlich im Körper ausbreiten und diesen weiter schwächen. Dann spricht man von einer bakteriellen sekundär- bzw. Superinfektion. [2]

Anzeichen der Infektion

Die Bezeichnung grippaler Infekt für die Erkältung ist häufig irreführend – die Erkältung hat nichts mit der echten Grippe (Influenza) zu tun. Bei der Erkältung treten Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis) und eventuell eine leichte Heiserkeit (Dysphonie) auf. Je nachdem, welche Beschwerden bei der Erkrankung auftreten, kann abgeschätzt werden, welche Erreger der Infektion zugrunde liegen. Bestehen lediglich leichte Beschwerden, aber kein Fieber (Pyrexie) und keine Gelenkschmerzen, so sind sehr wahrscheinlich Viren für die Erkältung verantwortlich.

Kommt es im Verlauf einer Erkältung zu einer Superinfektion mit Bakterien, lässt sich dies anhand einer deutlichen Verschlechterung der Symptomebemerken. Bei einer bakteriellen Infektion treten nicht selten auch Fieber, Kopf- (Cephalgie) und Gliederschmerzen und ein starkes allgemeines Unwohlseinauf. [3]

Tipps zur Vorbeugung

Durch eine viral verursachte Erkältung ist das Immunsystem geschwächt, wodurch sich Bakterien leichter im Körper ausbreiten können. Dieser Mechanismus ist insbesondere gefährlich bei Kindern, die über kein besonders starkes Immunsystem verfügen. Bei Kindern kommt es daher im Verlauf einer bakteriellen Infektion viel häufiger zu Komplikationen. Die Bakterien breiten sich von den Schleimhäuten der Atemwege weiter im Körper aus. Besonders häufig entsteht so eine Mittelohrentzündung (Otitis media). Außerdem kann es zu einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) sowie zu Lungenentzündung (Pneumonie) kommen. Anzeichen für diese Erkrankungen sind Ohrenschmerzen beziehungsweise diffuse Schmerzen im Gesicht sowie starkes Husten und Atemprobleme. Spätestens dann sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bakterielle Infektionen können bei starken Beschwerden mit Antibiotika behandelt werden.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung