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Grippaler Infekt "ICD 10"

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Ärzte und Krankenhäuser sind verpflichtet, ihre Diagnose für ihre Leistungsabrechnung zu codieren. Die Diagnosen sind im sogenannten ICD-10(International Classification of Diseases) verschlüsselt. Der ICD weist beispielsweise grippalen Infekten den Code J06.9 zu. Was der ICD-10 genau darstellt und wie der grippale Infekt darin zu finden ist, wird im Folgenden näher beleuchtet.

Fakten zum Thema

ICD steht für „International Classification of Diseases“, auf Deutsch „Internationale Klassifikation von Krankheiten“, und stellt ein Klassifikationssystem der existierenden physiologischen und psychischen Erkrankungen dar. ICD-10 im Speziellen bezeichnet die 10. Version des Manuals. Der ICD wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben und ordnet den verschiedenen Krankheiten jeweils einen spezifischen Code zu. Der Code beginnt mit einem Buchstaben von A bis Z, gefolgt von Ziffern von 0 bis 9 (z. B. J06.9.). Die ersten drei Stellen des Codes bezeichnen eine grobe Diagnose, die vierte und fünfte Stelle stellen eine weitere Unterteilung und Verfeinerung dar. Die letzte Ziffer kann auch eine genaue Lokalisation bezeichnen. [1]

Grippaler Infekt ICD-10

Grippale Infekte sind in Kapitel X des ICD-10 aufgelistet und werden mit dem Buchstaben J gekennzeichnet. In diesem Kapitel finden sich alle Krankheiten desAtmungssystems. J00 bis J06 bezeichnen akute Infektionen der oberen Atemwege. [2] Der grippale Infekt gehört zum letzten Code dieser Kategorie,J06. Dieser umfasst akute Infektionen an mehreren oder nicht näher bezeichneten Lokalisationen der oberen Atemwege wie z. B. die akute Laryngopharyngitis und eben der grippale Infekt. [3] Der grippale Infekt wirddurch die letzte Ziffer, die 9, dahingehend beschrieben, dass er eine akute Infektion der oberen Atemwege darstellt, deren Lokalisation nicht näher bezeichnet ist. [4]

Bedeutung des ICD

In Deutschland sind Ärzte und Krankenhäuser in ihrer Diagnose an den ICD gebunden (§§ 295 und 301 des 5. Sozialgesetzbuchs [SGB-V]). Die Verschlüsselung nach dem ICD bildet zusammen mit der OPS-Verschlüsselung die Grundlage für das DRG-System. DRG steht für „diagnosis-related groups“. Dieses System ist die Basis zur Berechnung für die Leistungsvergütung durch die Krankenkassen. Es soll eine Steuerungsmöglichkeit der Kostenentwicklung des Gesundheitswesens bilden.


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