Erkältung: Wiki

Erkältung

© PantherMedia / Leung Cho Pan

Erkältungen (grippale Infekte, österreichisch Verkühlungen) verlaufen für gewöhnlich mild, können sich jedoch auch in unterschiedlichen Verläufen äußern und führen zu erheblichen Arbeitsausfällen.[1]

Im Folgenden wird darauf eingegangen, welche Faktoren die Dauer und den Verlauf einer Erkältung beeinflussen kann.

Fakten zum Thema

Die Erkältung ist ein Überbegriff für viele unterschiedliche Krankheiten der oberen Atemwege, die durch eine große Anzahl an Krankheitserregern ausgelöst werden. Den größten Anteil daran tragen die Viren. 200 verschiedene Erkältungsviren sind bekannt, worunter die Rhinoviren und Coronaviren den größten Anteil nehmen.[2]

Auch Bakterien können Auslöser einer Erkältung sein (bakterielle Infektion). Hier sind es meist Infektionen durch Streptokokken oder Pneumokokken.[3]

Die durchschnittliche Dauer einer Erkältung liegt zwischen 3-10 Tagen und kann aufgrund verschiedener Faktoren variieren.

Ursachen für verschiedene Krankheitsverläufe

Aus einer Studie geht hervor, dass der maßgebliche Unterschied von viralen Erkältungskrankheiten nicht in der Symptomatik sondern in den unterschiedlichen Inkubationszeiten (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der ersten Symptome) liegt.

Anhand von drei verschieden Virustypen konnten die unterschiedlichen Verläufe einer Erkältung veranschaulicht werden:

  • Rhinoviren gehen mit einer sehr schnellen Krankheitsentwicklung einher. Die Symptome sind nach 2-3 Tagen am stärksten.
  • Eine Erkältung durch Coronaviren verläuft im Vergleich etwas langsamer mit starken Krankheitserscheinungen nach 3-4 Tagen.
  • Wird der grippale Infekt durch Respiratorische-Synzytial-Virenausgelöst, verläuft die Krankheit noch langsamer. Hier sind 5 Tage nach der Infektion die Symptome am stärksten.[4]

Weitere Unterschiede sind auf bakterielle Zweitinfektionen (Superinfektion) zurückzuführen. Häufig wird die Komplikation 3-4 Tage nach dem ersten Auftreten der Erkältungssymptome durch heftigere Schmerzen und auftretendes Fieber (Pyrexie) bemerkt.[5] Der Erkältungsverlauf verlängert sich in diesem Fall entsprechend um ein paar Tage und muss gegebenenfalls mit Antibiotika behandelt werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Immunsystem. So verläuft bei jungen, trainierten Menschen die Erkältung weniger heftig und kürzer als bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem.[6] Hierzu zählen:

  • an HIV (Humane Immundefizienz-Virus) erkrankte Personen
  • ältere Menschen (über 60)
  • Babys und Kinder
  • chronisch Kranke

Weiterhin ist das Immunsystem bei stark gestressten Menschen eingeschränkt.[7]

Im Winter kann die kalte, trockene Luft zu einer Austrocknung der Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum (Rhinopharynx) führen. Die gereizten Schleimhäute sind dann anfälliger für Krankheitserreger und das Immunsystem ist geschwächt. Gleiches gilt für trockene Heizungsluft.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung