Erkältung: Wiki

Erkältung bricht nicht aus

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Eine Erkältung (grippaler Infekt oder österreichisch Verkühlung) geht im Regelfall mit klassischen Leitsymptomen wie Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis), Halsschmerzen (Pharyngitis) und Fieber (Pyrexie) einher. Ob eine Erkältung jedoch tatsächlich symptomatisch wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Treffen diese nicht zu, kommt die Erkältung nicht raus.

Die Erkältung bricht nicht aus – dies muss nicht besorgniserregend sein. Warum es sein kann, dass eine Erkältung nicht ausbricht und ob sie trotzdem behandelt werden muss, soll im Folgenden erklärt werden.

Fakten zum Thema

Nicht jede Infektion mit Erkältungsviren muss zwangsläufig in einer Krankheit enden. Das Immunsystem arbeitet kontinuierlich. So können Abwehrreaktionen gegen Viren oder Bakterien auch ganz unbemerkt ablaufen. Dies ist sogar die Regel und nicht die Ausnahme.

Bricht eine Erkältung nicht aus, kann es sein, dass das Immunsystem gerade genug Kraft besitzt, die Krankheit schon im Ausbruch zu bekämpfen. Eine gänzliche Abwehr gelingt jedoch nur langsam. Demnach kann es passieren, dass sich Viren über einen langen Zeitraum im Körper befinden und es erst nach sehr langer Zeit zu Symptomen einer Erkältung kommt.[1]

Biologischer Zusammenhang

Wird vom Körper ein Befall mit Viren oder anderen Krankheitserregern bemerkt, so wird durch bestimmte Botenstoffe das Immunsystem aktiviert. Dieses bildet dann Abwehrzellen gegen die Erreger (spezifische Abwehr). Gleichzeitig beginnt aber auch schon eine unspezifische Abwehr. Durch diese kann zum Beispiel die Vermehrung der Viren über einen gewissen Zeitraum verhindert werden. Sobald dann die spezifische Abwehr aktiviert ist, können die Krankheitserreger gezielt eliminiert werden.

Individuell kann das Immunsystem unterschiedlich gut und schnell arbeiten. Bei manchen Menschen mit guten Abwehrkräften kommt es so sehr selten zum Ausbruch einer Erkältung. Andere Menschen entwickeln sofort Beschwerden.[2]

Tipps

Die Gefahr bei einer Erkältung, die nicht ausbricht, besteht vor allem darin, dass andere Menschen unbemerkt angesteckt werden können. Auch wenn die Viren im eigenen Körper keine Beschwerden auslösen, kann es doch sein, dass sie über

  • Speicheltröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen (Tröpfcheninfektion),
  • direkten Kontakt etwa beim Händeschütteln (Kontaktinfektion) oder
  • verunreinigte Gegenstände (Schmierinfektion)

auf andere Menschen übertragen werden.

Kinder, ältere Menschen und Betroffene, die bereits andere Erkrankungen haben, sind besonders von einer Ansteckung gefährdet. Bei ihnen können Virenmengen, die bei anderen keinerlei Symptome hervorrufen, zu ernsthaften Beschwerden führen. Grundsätzlich ist deshalb vor allem während der Erkältungssaison auf eine umfangreiche Hygiene zu achten. Große Menschenmengen sollten wenn möglich vermieden werden.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung