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Erkältung (Grippalen Infekt)

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Eine Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren übertragen wird. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 1-2 Tage, der Krankheitsverlauf beginnt zumeist schleichend. Nach 2-4 Tagen tritt die akute Phase ein, nach 3-5 Tagen kommt es zum Höhepunkt der Erkrankung mit ausgeprägten Krankheitssymptomen und in den darauf folgenden Tagen zum langsamen Abklingen der Erkältung. Nach der Dauer von etwa 10 Tagen sollte die Erkältung verschwunden sein.[1]

Wie der Verlauf und die Dauer genauer aussehen, welche Symptome wann auftreten und abnehmen, wird im folgenden Text erläutert.

Verlauf und Dauer

Die Infektion durch einen Erkältungsvirus erfolgt meist durch Tröpfchen- oder Kontaktinfektion. Etwa 200 Virenarten werden als Auslöser einer Erkältung angesehen, am häufigsten tritt eine Infektion durch Rhinoviren auf. Nach 1-2 Tagen Inkubationszeit, der Zeitspanne von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit, tritt die Verkühlung meist schleichend ein.

In der Anfangsphase (erste 1-2 Tage) kommt es zu milden Symptomen, wie Abgeschlagenheit, Halskratzen, Kopf- (Cephalgie) und Gliederschmerzen (Myalgien, Arthralgien und Ostealgien) . Kopf- und Gliederschmerzen sind Ergebnisse der Bekämpfung der Infektionserreger durch das Immunsystem. Die Immunabwehr braucht viel Kraft und setzt im Körper eine Art Stressreaktion in Gang. [2]

Die akute Phase der Erkältung tritt ungefähr 2-4 Tage nach der Infektion auf. Die schon bestehenden Symptome werden meist stärker und zusätzlich treten häufig Halsschmerzen (Pharyngitis), Schnupfen (Rhinitis) und in manchen Fällen auch leichtes Fieber (Pyrexie) auf. Die Halsschmerzen treten durch eine Infektion der Rachenschleimhaut auf und führen zu leichten bis starken Schluckbeschwerden (Dysphagie). Fieber ist als Abwehrreaktion des Immunsystems auf die Krankheitserreger zu sehen, beschleunigt die Prozesse der Immunantwort und mindert zusätzlich die Virusvermehrung. [3]

Nach etwa 4-9 Tagen ist der Höhepunkt der Erkältung überwunden und die Symptome lassen nach. Die Kopf- und Gliederschmerzen klingen ab, die Nasenschleimhaut schwillt ab und das Atmen fällt leichter. Nun kommt es häufig zu einem trockenen Reizhusten, der sich zu einem festsitzenden Husten mit zähem Schleim entwickeln kann. Dieser dient dazu, Restbestände der Erreger aus der Lunge und den Atemwegen zu befördern. Dieser Reizhusten kann auch noch einige Tage nach dem Abklingen der typischen Symptome weiter bestehen.[4]

10 Tage nach der Infektion sind in der Regel alle Symptome abgeklungen und der Körper fängt an, sich zu erholen.

Zu beachten

Wenn die Symptome über mehr als zwei Wochen bestehen bleiben oder sich sogar verschlechtern, sollte ein Arzt konsultiert werden. Des weiteren ist ein Arztbesuch angeraten, wenn plötzliches hohes Fieber auftritt oder sich starke Kopf-, Hals- oder Ohrenschmerzen entwickeln. In diesen Fällen kann eine Ausbreitung der Infektion in Nasennebenhöhlen, Rachenschleimhaut und Mittelohr erfolgt sein und eine ärztliche Behandlung notwendig machen.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung