Grippe: Im Alltag

Duschen bei Grippe

© PantherMedia / Konstantin Gastmann

Im Gegensatz zu einer Erkältung kann eine echte Grippe (Influenza, Virusgrippe) mit deutlich schwereren Symptomen einhergehen. Duschen ist aber in der Regel problemlos möglich.

Wie sich eine Grippe auswirkt, warum Duschen eine Gefahr sein kann und welche Personengruppen besonders vorsichtig sein sollten, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Grippe zeigt sich in der Regel durch klassische Symptome. Dazu gehören:

  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Husten (Tussis)
  • Heiserkeit (Dysphonie)
  • Halsschmerzen (Pharyngitis)
  • Gliederschmerzen (Myalgie, Arthralgie, Ostealgie)
  • Kopfschmerzen (Cephalgie)
  • Fieber (Pyrexie)

Besonders wenn Fieber eine Grippe begleitet, kann es zu vermehrtem Schwitzen kommen. Eine Dusche kann dann sehr wohltuend sein. Es ist aber wichtig, dass der Betroffene sich im Anschluss warm anzieht bzw. zudeckt und gegebenenfalls die Haare trocken föhnt. Fenster sollten geschlossen gehalten werden, so dass kein Zug entsteht.[1]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Bei einer Grippe ist das Immunsystem damit beschäftigt, gegen die Krankheitserreger vorzugehen. Dazu benötigt es viel Energie und vor allem Wärme. Fieber, das häufig Symptom einer Grippe ist, führt dazu, dass bestimmte Stoffe zur Abwehr von Krankheitserregern besser arbeiten können. Außerdem wird die Durchblutung so gesteigert und Immunreaktionen können schneller ablaufen.

Duschen ist auch während einer Grippe möglich und notwendig. Es sollte aber immer auf die Temperatur des Körpers geachtet werden. So sollte das Wasser beim Duschen nicht allzu kalt sein, damit die Körpertemperatur dadurch nicht gesenkt wird. Nach dem Duschen darf der Körper ebenfalls nicht auskühlen.Wird die Körpertemperatur reduziert, werden bestimmte Stoffwechselvorgänge verlangsamt. Die Erreger der Grippe können so weniger gut bekämpft werden. Eine Grippeerkrankung kann so stärker ausfallen und länger anhalten.[2]

Risiken

Das Risiko, sich nach einer Dusche rasch zu verkühlen, besteht insbesondere bei Kindern und älteren Menschen. Kinder mit Grippe sollten nicht alleine duschen, sondern unter Aufsicht eines Erwachsenen.

Wichtig ist vor allem bei langen Haaren, diese nach dem Duschen zu föhnen. Nasse Haare führen zu einer Kühlung der Kopfhaut und damit auch des Blutes. Der ganze Körper kann somit allein über den Kopf auskühlen.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe