Grippe: Im Alltag

Grippe geht nicht weg

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Die echte Grippe (Virusgrippe, Influenza) ist eine ernst zu nehmende Infektionskrankheit, die durch Influenza-Viren verursacht wird. Pro Jahr erkranken mehrere Tausend Menschen in Deutschland an der Grippe. In der Regel klingt sie nach spätestens zwei Wochen wieder ab. Es kann jedoch auch Fälle geben, bei denen die Symptome anhalten.

Grippe geht nicht weg – Was dahinter stecken kann, welche Empfehlungen gelten und wann ein Arzt aufgesucht werden muss, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Grippe wird durch Influenza-Viren der Gruppe A oder B hervorgerufen. Sie geht mit deutlich stärkeren Symptomen als eine Erkältung einher und kann Betroffene für Tage bis Wochen stark beeinträchtigen. In der Regel treten Symptome wie Fieber (Pyrexie) , Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis), Heiserkeit (Dysphonie) und ein allgemeines Unwohlsein auf. Der Krankheitsverlauf ist im Gegensatz zu einem einfachen grippalen Infekt rasant und schon nach wenigen Tagen leiden Erkrankte zumeist an einer starken Beeinträchtigung des Allgemeinzustands.[1]

Eine Grippe sollte bei einem sonst gesunden Menschen nicht länger als 10 Tage andauern und nach und nach abklingen. Längere sowie heftigere Verläufe sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

Biologischer Zusammenhang

Es kann sein, dass die Infektion länger anhält, weil sie auch auf die Lunge, die Bronchien, das Herz oder die Hirnhäute übergegriffen hat. Ein viraler Befall dieser Organe kann sowohl heftigere als auch länger andauernde Grippe-Verläufe verursachen.

Während einer Infektion ist das Abwehrsystem des Körpers mit der Bekämpfung der Krankheitserreger beschäftigt. Deshalb haben andere Krankheitserreger, wie beispielsweise Bakterien, es leichter, ebenfalls in den Körper einzudringen. Es besteht so die Gefahr, dass es zu einer bakteriellen Superinfektion kommt. Eine bakterielle Infektion kann ohne gezielte Behandlung sehr lange anhalten und sich ebenfalls weiter im Körper ausbreiten.[2]

Empfehlung

Sobald eine Grippe länger als zehn Tage andauert oder mit heftigen Symptomen einhergeht, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die Möglichkeit, dass es zu einer zusätzlichen Infektion gekommen ist, besteht generell bei jedem Betroffenen. Zudem kann es sein, dass chronische Erkrankungen die Abwehrkräfte des Körpers schwächen. Sollten solche Erkrankungen vorhanden sein, ist die Prognose umso besser, je früher sie erkannt und ärztlich behandelt werden können.

Halten hingegen nur ein leichter Reizhusten oder Schnupfen sowie Abgeschlagenheit an, benötigt der Körper mehr Zeit als gewöhnlich und sollte geschont werden.[3]

Bei an Grippe erkrankten Kindern sollte nicht zehn Tage abgewartet werden, bis ein Arzt aufgesucht wird. Insbesondere bei kleinen Kindern ist das Immunsystem noch nicht so stark wie bei Erwachsenen. Deshalb kann eine Grippe den Körper extrem schädigen und besonders für Kleinkinder und Neugeborene gefährlich werden. Bei Fieber (Pyrexie), Nahrungsverweigerung und häufigem Weinen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe