Grippe: Im Alltag

Grippe dauert schon 3 Wochen

© PantherMedia / Wavebreakmedia ltd

Die echte Grippe (Virusgrippe, Influenza) ist eine Infektionskrankheit der Atemwege, die durch Influenza-Viren hervorgerufen wird. Eine Grippe kann Betroffene stark beeinträchtigen. Eine Dauer von 1-2 Wochen gilt als normal, jedoch kann sich die Erkrankung auch bis zu drei Wochen hinziehen.

Wie eine Grippe zustande kommt, welche möglichen Ursachen es für einen längeren Verlauf gibt und welche Empfehlungen gelten, wenn die Symptome über 3 Wochen anhalten, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Die Symptome bei Grippe werden verursacht durch Influenza-Viren, die im Hals-Nasen- und Rachenbereich lokale Entzündungen hervorrufen. Klassische Symptome bei Grippe sind

  • Husten (Tussis)
  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Heiserkeit (Dysphonie)
  • Fieber (Pyrexie)
  • stark beeinträchtigtes Allgemeinbefinden

Im Normalfall dauert eine Grippe zwischen einer und zwei Wochen an. In den ersten Tagen kommt es zu einer stetigen Verschlechterung des Befindens. Der Höhepunkt der Symptomatik ist etwa am vierten/fünften Tag erreicht. Danach sollten die Symptome langsam wieder abklingen.[1]

Grippesymptome, die länger als zehn Tage andauern und nicht nach und nach abklingen, sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

Mögliche Ursachen

Klingen die Symptome nicht allmählich wieder ab, kann es sein, dass sich dieInfektion auf andere Organe ausgebreitet hat. Hier sind besonders häufig die Bronchien, Lunge, Herz oder Hirnhäute betroffen.

Ebenso besteht die Gefahr, dass es zu einer bakteriellen Superinfektion gekommen ist. Während einer Grippe-Erkrankung ist das Immunsystem des Körpers damit beschäftigt, die Viren abzuwehren. So haben andere Krankheitserreger es leichter, ebenfalls in den Körper einzudringen.[2]

Wann zum Arzt

Bleiben Grippe-Symptome unverändert in ihrer Intensität über mehr als drei Wochen bestehen, ist ein sofortiger Arztbesuch angeraten. Sind bereits andere Organe betroffen, kann es hier zu schweren Entzündungen kommen. Im schlimmsten Fall entwickeln sich chronische Erkrankungen. Bei einer bakteriellen Superinfektion besteht die Gefahr, dass die Bakterien auf die Herzmuskulatur übergreifen. Je früher derartige Komplikationen der Grippe erkannt werden, desto besser ist die Prognose.

Besteht hingegen nur noch ein Reizhusten oder leichter Schnupfen sowie Abgeschlagenheit, zeigt dies, dass der Körper mehr Zeit als gewöhnlich benötigt, weshalb er geschont werden sollte. Ein Arztbesuch ist dann nicht unbedingt notwendig. Körperliche Schonung und Ruhe helfen dem Körper bei der Regeneration.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe