Grippe: Im Alltag

Ich habe Grippe

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Hilfe, Ich habe Grippe! Wie bei einer echten Grippe (Influenza, Virusgrippe) die Symptome gelindert werden können, wann ein Arzt aufgesucht werden muss und was beachtet werden sollte, soll im Folgenden erklärt werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Zur Behandlung von Grippe stehen mehrere Optionen zur Verfügung. Für die Eigenbehandlung stehen vor allem Hausmittel zur Wahl, mit denen einzelne Symptome gelindert werden (symptomatische Behandlung). Halsschmerzen (Pharyngitis) zum Beispiel können mit heißem Tee und Halswickeln bekämpft werden. Am besten wirkt frisch zubereiteter Kräutertee mitEibischwurzel (schleimlösend, lindert den Hustenreiz), Thymian (antibakterielle Wirkung) und Isländisch Moos (wirkt entzündungshemmend).

Inhalationen aus Meersalzlösungen, Dampfbäder mit Kamille undNasensprays auf Meersalzbasis beschleunigen das Abschwellen der Schleimhäute. So wird die Nase freier, das Durchatmen erleichtert, das Schlucken fällt leichter und Halsschmerzen werden gelindert.

Mit der guten, selbstgekochten Hühnersuppe werden ähnliche Effekte erzielt. Außerdem stärkt sie das Immunsystem. Besonders gut ist Hühnersuppe auch deshalb, weil bei Grippe häufig der Appetit reduziert ist. Hühnersuppe lässt sich leicht schlucken und gibt dem Köper neue Kraft, die er zur Abwehr der Infektion benötigt.

Als homöopathischer Ansatz können Globuli eingenommen werden. Bei Husten sind dies zum Beispiel Sponga tosta D6 oder Bryonia D6.[1]

Der dritte Ansatz ist der schulmedizinische, also eine Behandlung mit Medikamenten. Gegen Grippe sind zum Beispiel Oseltamivir oder Zanamivir wirksam. Diese Wirkstoffe sind ohne Rezept in der Apotheke erhältlich.[2]

Empfehlung

Bleibt eine Grippe über mehr als zwei Wochen bestehen, tritt starkes Fieber (Pyrexie) über einen längeren Zeitraum auf oder wird der Allgemeinzustand stetig schlechter, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann die Ursache der Grippe genauer bestimmen und gezielt Medikamente verschreiben.[3]

Zu beachten

Wichtig zu wissen ist, dass eine Grippe hoch ansteckend ist. Die Viren können über drei verschiedene Wege von einem auf den anderen Menschen übertragen werden:

  • Tröpfcheninfektion: Viren werden durch kleinste Speicheltröpfchen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen entstehen, auf andere Menschen übertragen
  • Schmierinfektion: Viren gelangen auf Gegenstände wie Türklinken, Telefonhörer oder Geschirr und werden so verbreitet
  • Kontaktinfektion: Viren werden durch direkten Körperkontakt wie etwa beim Händeschütteln oder Umarmen übertragen

Dementsprechend sollte bei einer akuten Grippe der Kontakt zu anderen Menschen möglichst vermieden werden. Tritt Grippe innerhalb der Familie auf, so sollte auf direkten Kontakt möglichst verzichtet werden. Außerdem sollten Geschirr, Besteck oder Hygieneutensilien nicht mit Betroffenen geteilt werden.

Beachtet werden muss, dass eine Grippe schon vor Ausbruch der Symptome ansteckend ist und dies auch noch einige Tage nach Abklingen der Symptome der Fall ist.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe