Grippe: Im Alltag

Sommer Grippe

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Die Grippe ist weltweit eine der häufigsten Infektionskrankheiten. Jeder Deutsche leidet bestimmt mindestens einmal pro Jahr an einer Grippe. Obwohl die Hauptsaison der Grippe die Herbst- und Wintermonate sind, kann eine Grippe auch im Sommer auftreten. Wie eine solche Sommer-Grippe entsteht, welche Risikofaktoren es gibt und was besonders zu beachten ist, soll an dieser Stelle erklärt werden.

Fakten zum Thema

Die Sommergrippe ist seltener als die Wintergrippe. Die Ursache ist aber die gleiche: Hervorgerufen wird eine Grippe durch Viren aus der Gruppe der Influenza-Viren. Diese dringen meist über die Schleimhäute der Atemwege in den Körper ein. Sie vermehren sich im Körper und schädigen die körpereigenen Zellen. So kommt es zu lokalen Entzündungsreaktionen. Bei einer Grippe treten einige klassische Symptome auf. Dazu gehören:

  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Husten (Tussis)
  • Halsschmerzen/Heiserkeit (Dysphonie)
  • Kopfschmerzen (Cephalgie)
  • Gliederschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Fieber (Pyrexie)

Bei einer Sommergrippe prägen sich diese Beschwerden meist weniger schwer aus als bei einer Wintergrippe. Fieber fehlt häufig vollkommen. Stattdessen sind Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl häufig die dominierenden Beschwerden. Oft mit einer Sommergrippe verwechselt wird die sogenannte Unterkühlung. Dabei kommt es durch das Auskühlen des Körpers zu einem (meist gering ausgeprägten) Krankheitsgefühl und einem allgemeinen Unwohlsein.[1]

Ursachen und Risikofaktoren

Im Sommer gibt es einige besondere Risikofaktoren, die eine Grippe begünstigen können. Die Viren werden auf drei Wegen übertragen: durch direkten Kontakt mit erkrankten Menschen (Kontaktinfektion), durch verunreinigte Gegenstände (Schmierinfektion) oder durch kleinste Speicheltröpfchen, die beim Reden, Husten oder Niesen entstehen (Tröpfcheninfektion).

Im Sommer sind grundsätzlich viele Menschen unachtsamer, was die Handhygiene und den Kontakt mit erkrankten Personen angeht, als im Winter. Dazu kommt, dass die Gefahr, die entsteht, wenn der Körper auskühlt, unterschätzt wird. So kann zum Beispiel nach dem Schwimmen oder in den Abendstunden der Körper rasch und oft unbemerkt auskühlen. Er wird dann anfälliger für Krankheitserreger aller Art.[2]

Tipps zur Behandlung

Grundsätzlich kann eine Sommergrippe wie eine normale Grippe behandelt werden. Die Symptome können mit Halswickeln, Dampfbädern und Inhalationen gelindert werden. Halsbonbons, Kräutertees und warme Milch mit Honig reduzieren die Beschwerden ebenfalls. Am wichtigsten ist, dass sich betroffene Personen schonen und dem Körper nicht einer zusätzlichen Belastung durch Stress oder Sport zumuten.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe