Grippe: Im Alltag

Grippe: wie lange Zuhause bleiben

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Eine echte Grippe (Influenza, Virusgrippe) ist ansteckend. Die Viren können sehr leicht von infizierten auf noch gesunde Personen übertragen werden. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie lange mit einer Grippe zu Hause geblieben werden sollte, um das Risiko der Ansteckung für andere Menschen zu minimieren.[1] Erkrankte sind bereits in den beiden Tagen vor den ersten Symptomen und bis etwa eine Woche danach ansteckend.

Warum das zu Hause-Bleiben sinnvoll ist und wie lange der Betroffene von Schule, Uni oder Arbeit fernbleiben sollte, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Grippe ist eine ansteckende Erkrankung. Deshalb ist es aus Rücksicht auf andere sinnvoll, mit einer akuten Infektion nicht zur Arbeit, zur Uni oder zum Sport zu gehen, sondern zu Hause zu bleiben. Wer unter einer echten Grippe leidet, sollte sich schonen und nach Möglichkeit so lange zu Hause bleiben, bis die Symptome abgeklungen sind.

Wer sich körperlich fit fühlt und nur einen leichten Schnupfen hat, darf weiter zur Arbeit gehen. Hier sollten aber verschiedene Hygieneregeln beachtet werden. Benutzte Papiertaschentücher gehören nicht in einen offenen Müll. Besser ist es, sie in einem Eimer mit Deckel oder in einer sicher verschließbaren Plastiktüte zu sammeln. Die Tastatur, der Telefonhörer und andere Gegenstände, die regelmäßig von verschiedenen Personen benutzt werden, sollten zudem nach Gebrauch desinfiziert werden.[2]

Weitere Empfehlungen

Der Berufsverband für HNO-Ärzte empfiehlt bei grippebedingten Schmerzen und Fieber (Pyrexie), das Bett zu hüten. Eine Temperatur ab 39 °C gilt als Fieber. Es kommt aber stark auf das individuelle Empfinden an, ob gearbeitet werden kann. Wer sich krank und schlapp fühlt, sollte lieber zu Hause bleiben.

Tritt grünlicher Auswurf beim Husten (Tussis) auf, so kann dies ein Anzeichen für eine bakterielle Infektion sein. Bei einer bakteriellen Infektion besteht die Gefahr, dass sich Bakterien bei Belastung weiter im Körper ausbreiten.Wer sich nicht schont, läuft so Gefahr, eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder eine Lungenentzündung (Pneumonie) zu entwickeln.[3]

Risiken

Eine Grippe kann schnell auf andere, gesunde Personen übertragen werden. Die Viren werden von Menschen zu Mensch über infizierte Gegenstände oder direkt in Form von kleinen Speicheltröpfchen übertragen. Deshalb besteht bei starkem Auswurf (bedingt durch Husten oder Schnupfen) eine erhöhte Ansteckungsgefahr für andere. Auch dann ist es besser, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben.[4]

Bestehen die Symptome einer Grippe über einen längeren Zeitraum als eine Woche unverändert, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn folgende Symptome einzeln oder in Kombination auftreten, ist ein Arztbesuch sinnvoll:[5]

  • Hohes Fieber (Pyrexie)
  • Übelkeit (Nausea)
  • Bauchschmerzen
  • Schwindel (Vertigo)

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe