Erkältung: Ursachen

Erkältung nach Einnistung?

© PantherMedia / Arne Trautmann

Eine Erkältung ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. Die meisten Deutschen erkranken pro Jahr mindestens einmal an einer Erkältung. Bestimmte Faktoren können das Risiko zu erkranken, erhöhen. Dazu gehört auch die Einnistung der Eizelle bei einer Schwangerschaft. Wie es zu einer Erkältung kommt, warum die Einnistung das Infektionsrisiko erhöht und was beachtet werden muss, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Als Einnistung wird der Moment bezeichnet, in dem sich eine befruchtete Eizelle (Zygote) in der Gebärmutterwand einnistet. Nach der Befruchtung ist dies eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine Schwangerschaft. Der Nachteil an der Einnistung ist das erhöhte Risiko für eine Erkältung. Allerdings bekommen lange nicht alle Frauen nach einer Einnistung eine Erkältung. Es muss gleichzeitig zu einer Infektion kommen.[1]

Eine Erkältung wird durch Viren oder Bakterien verursacht. Diese werden von einem Menschen auf den anderen übertragen. Ursache einer Erkältung sind also allein Viren (oder seltener auch Bakterien). Eine Einnistung an sich stellt keine Ursache einer Erkältung dar.

Biologischer Zusammenhang

Nach dem Eisprung sinkt das Östrogen, ein wichtiges weibliches Hormon. Östrogen hat vielfältige Wirkungen im Körper. Unter anderem hemmt es das Immunsystem. Dadurch wird die Einnistung des zur Hälfte „körperfremden“ Eies überhaupt möglich. Dies steigert wiederum die Infektanfälligkeit der Frau und erhöht dadurch das Ansteckungsrisiko. Anderseits kann es aber auch sein, dass bereits im Körper vorhandene Viren sich nun vermehren, die bisher in Schach gehalten wurden.[2]

Zu beachten

In der Regel stellt eine Erkältung keine Gefahr für das Ungeborene dar.Vermutet eine Frau, dass sie schwanger ist, und stellt dann eine Erkältung fest, so kann dies in der Regel allein behandelt werden. Wichtig ist viel Ruhe. Der Körper sollte keiner zusätzlichen Belastung durch Sport oder Stress ausgesetzt werden. In bestimmten Fällen muss aber unbedingt ein Arzt aufgesucht werden:

  • Wenn die Temperatur über 40 °C ansteigt,
  • Wenn die Beschwerden nach zwei Wochen nicht abnehmen,
  • Oder wenn Fieber (Pyrexie) über mehr als drei Tage besteht[3].

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung