Erkältung: Ursachen

Erkältung durch Stress?

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Eine Erkältung gehört zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. In der Regel wird sie durch Viren, seltener auch durch Bakterien verursacht. Es gibt einige Faktoren, die die Anfälligkeit eines Menschen für eine Erkältung erhöhen können. Dazu zählt auch Stress.

Wie eine Erkältung entsteht, wie Stress auf den Körper wirkt und wo der Zusammenhang liegt, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Erkältung wird durch Viren oder durch Bakterien hervorgerufen. Diese dringen über die Atemwege in den Körper ein und verursachen klassische Symptome wie:

  • Husten (Tussis)
  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit (Dysphonie)

In manchen Fällen kann leichtes Fieber oder ein allgemeines Krankheitsgefühl entstehen.

Stress führt nicht direkt zu einer Erkältung, er begünstigt aber die Entstehungeiner solchen. Denn Stress beeinflusst das Immunsystem. Dabei ist zu unterscheiden zwischen kurzzeitig auftretendem Stress und Dauerstress. [1]

Bei berufstätigen Menschen, insbesondere bei Selbstständigen, stellt Stress den größten Einflussfaktor auf die Gesundheit dar. Bei Kindern und älteren Menschen ist er weniger als Ursache für eine Erkältung zu finden. [2]

Biologischer Zusammenhang

Mediziner unterschieden zwischen sogenanntem Eustress und Distress. Eustress ist kurzzeitiger Stress, der auf den Organismus einwirkt. Ein Beispiel hierfür ist sportliche Betätigung. Durch die körperliche Belastung wird Stress ausgelöst und verschiedene Hormone und Botenstoffe werden freigesetzt. Der Wirkstoff Adrenalin fördert die Aufmerksamkeit und erhöht das Kampf- und Fluchtverhalten. Aber auch alltägliche Situationen im Straßenverkehr oder eine berufliche Herausforderung können Ursachen für Eustress darstellen.

Lang anhaltender Stress wird als Distress bezeichnet. Stress, der über mehrere Wochen, Monate oder Jahre anhält, stellt eine Dauerbelastung für den Körper dar, durch welche einige Stoffwechselfunktionen reduziert werden. Unter anderem wird die Funktion des Immunsystems gehemmt und die Energie stattdessen zur Stressbewältigung eingesetzt. So können Krankheitserreger leichter in den Körper eindringen. Sie werden weniger schnell vom Immunsystem erkannt und können nicht so effizient bekämpft werden, wie von einem voll funktionsfähigen Immunsystem. Eine Erkältung kann so häufiger auftreten und länger anhalten.[3]

Zu beachten

Personen, die viel unter Stress stehen, sind anfälliger für eine Erkältung.Wichtig ist in solchen Fällen, dass der Stress als auslösender Faktor erkannt wird. Werden lediglich die Symptome der Erkältung bekämpft, bleibt die Ursache für die erhöhte Anfälligkeit weiterhin bestehen. Auch nach einer überstandenen Erkältung kann es auf diese Weise zu einer erneuten Infektion kommen. Das dauerhafte Gefühl des Erkältet-Seins kann seinerseits Stress auslösen (etwa Angst, im Beruf nicht mehr voll einsatzfähig zu sein). So entsteht ein Teufelskreis, der nur durchbrochen werden kann, indem die Ursache für den Stress behoben wird.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung