Halsschmerzen: Im Alltag

Halsschmerzen und Sauna

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Ob ein Saunagang bei Halsschmerzen und sonstigen Begleitsymptomen einer Erkältung lindernde Wirkung zeigt, hängt hauptsächlich von der Heftigkeit der Erkrankung ab. Bei leichten Beschwerden kann eine lindernde Wirkung durch die Wärme und die hohe Luftfeuchtigkeit erzielt werden. Wenn weitere und schlimmere Symptome auftreten, sollte jedoch auf den Saunagang verzichtet werden, da der Körper dadurch einer zu hohen Anstrengung ausgesetzt wird und sich die Krankheitssymptomatik drastisch verschlechtern kann.[1]

Wie genau ein Saunagang auf den Körper wirkt und wann auf ihn verzichtet werden sollte, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Saunagänge kräftigen ein gesundes Immunsystem und wirken so prophylaktisch (im Voraus) gegen Halsschmerzen bereitende Erkältungen und grippale Infekte. Bei auftretenden Halsschmerzen, also eines der ersten Anzeichen einer Erkältung, kann der Saunagang noch von Vorteil sein, da die hohe Luftfeuchtigkeit die Schleimhäute nicht belastet und die Wärme dem Körper beim Abtöten der Erreger behilflich sein kann. In diesem Falle sollten Saunen mit niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit einer hoch temperierten, trockenen Sauna vorgezogen werden. Weiterhin sollte auf die kalte Dusche nach dem Saunagang verzichtet werden.[2][3]

Wenn die Krankheit jedoch in einer fortgeschrittenen Phase und Fieber als Symptom dazugekommen ist, sollte der Saunagang vermieden werden. Die hohen Temperaturen einer Sauna wirken sich negativ auf den Körper aus und können den Krankheitsverlauf noch verschlimmern. Es kann durch die hohen Temperaturunterschiede zu Herz-Kreislauf-Problemen kommen, da der Körper durch die Krankheit bereits geschwächt ist.[4]

Biologischer Zusammenhang

Die künstliche Wärme der Saune bewirkt im Körper ein induziertes Fieber, welches Makrophagen (körpereigene Fresszellen) und Lymphozyten (weiße Blutkörperchen) anregt, die für die Immunabwehr wichtig sind. Das anschließende Kaltbad führt zu einer kurzfristigen Steigerung des Blutdrucks, Anregung des Kreislaufs, des Stoffwechsels und der Atmung, die zu einer Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems führen können.[5]

Bei einer Erkältung oder Grippe führen jedoch genau diese Effekte zu einer Verstärkung der Beschwerden und einem negativen Krankheitsverlauf. Die erhöhte Temperatur schwächt den Körper meist noch zusätzlich und das anschließende Kaltbad fördert zwar die Durchblutung im Körper, die eingedrungenen Fremdkörper können sich aber dadurch schneller im Körper verbreiten.

Zu beachten

Bei leichten Halsschmerzen ohne weitere Krankheitssymptome kann ein Saunabesuch von Vorteil sein und diese auch lindern. Personen, bei denen die Krankheit schon ausgebrochen ist, sollten die Sauna meiden, genau wie Betroffene, die ein geschwächtes Herz-Kreislauf-System haben.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen