Halsschmerzen: Im Alltag

Halsschmerzen und Zucker

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Einige durchgeführte Studien haben gezeigt, dass Zucker schädlich für das Immunsystem ist. Dies kommt dadurch, dass Zucker Vitamin C und Vitamine der B-Reihe deaktivieren oder in ihrer Funktion beeinträchtigen kann. Für ein funktionsfähiges Immunsystem sind diese Vitamine sehr wichtig in ihrer Funktion. Bei Halsschmerzen und anderen Erkrankungen kann Zucker im Umkehrschluss daher kontraindizierend sein.

Wie Zucker genau auf den Körper und das Immunsystem wirkt, soll im Folgenden geklärt werden.

Medizinische Fakten

Beim Konsum von Zucker braucht der Körper das Vitamin B1, Thiamin, um den Zucker abzubauen. Des Weiteren ist dieses Vitamin wichtig für das Immunsystem und als „Anti-Stress“ Vitamin bekannt. Wenn Zucker in zu hohen Mengen zugeführt wird, braucht der Körper umso mehr Vitamin B1, welches dann an anderen Stellen fehlt.[1]

Bei einem großen Konsum von Zucker und Kohlenhydraten kann es zu einem Vitamin B6 (Pyridoxin)-Mangel kommen. Dieser führt zu einer verminderten Reaktion des Immunsystems.[2]

Vitamin C ist es haupttragend für die Kollagen Biosynthese im Körper. Des Weiteren ist es als Antioxidans bekannt und wirkt dadurch der Zellseneszenz (Zellalterung) entgegen, die durch freie Radikale beschleunigt wird. Vitamin C aktiviert nebenbei auch noch einen Metabolismus Pfad, der sehr wichtig für das Immunsystem ist. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel kann diesen jedoch deaktivieren.[3]

Das heißt, dass Zucker bei Halsschmerzen grundsätzlich einen negativen Effekt auf den Körper ausübt.

Biologischer Zusammenhang

Vitamin C aktiviert im Körper den Hexose Monophosphat Metabolismus Pfad, kurz HMP Pfad, welcher für die Produktion von NADPH verantwortlich. NADPH ist ein Koenzym, welches Wasserstoff binden und übertragen kann und eine wichtige Rolle in aeroben (oxidativen) Stoffwechsel spielt. Des Weiteren ist dieser Stoffwechselweg für die Produktion von Ribose und Desoxyribose verantwortlich, welche Rohmaterialien für DNS und RNS sind. Wenn das Immunsystem attackiert wird, ist eine hohe Zellteilungsrate vonnöten, wofür Rohmaterial benötigt wird. Ein hoher Blutzuckerspiegel führt jedoch zu der Deaktivierung des HMP Pfads, was sich wiederum negativ auf das Immunsystem auswirkt.[4]

Vitamin B6 Mangel führt zu einer verminderten Reaktion von weißen Blutkörperchen auf Pathogene (Eindringlinge in den Körper wie z.B. Bakterien) sowie zu einer Verkleinerung der Thymusdrüse, die eine wichtige Rolle im Immunsystem spielt.[5]

Vitamin B1 dient beim Abbau von Zucker als Koenzym, welches sich katalytisch (wird bei der Reaktion nicht verbraucht) auf den Prozess auswirkt.[5][6]

Zu beachten

Zucker sollte bei Halsschmerzen nur in geringen Maßen und am besten gar nicht konsumiert werden, da viele negative Auswirkungen auf den Körper auftreten können. Des Weiteren dient der Zucker den Bakterien im entzündeten Bereich als Energiequelle.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen