Grippe: Häufige Fragen

Gliederschmerzen bei Grippe was tun? Behandlung & Tipps

© PantherMedia / Kasia Bialasiewicz

Eine Grippe ist für einen ansonsten gesunden Menschen ungefährlich. Sie kann jedoch mit starken Beschwerden einhergehen und sehr unangenehm sein. Unter anderem können Gliederschmerzen die Betroffenen stark beeinträchtigen.

Gliederschmerzen bei Grippe: Was tun? Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und was zu beachten ist, soll im Folgenden erklärt werden.

Fakten zum Thema

Gliederschmerzen sind ein typisches Allgemeinsymptom für die Grippe (Influenza). Neben Gliederschmerzen kommt es häufig zu Muskelschmerzen (Myalgie), Schmerzen in den Knochen (Ostalgie) und Gelenkschmerzen (Arthralgie), welche überwiegend in den Extremitäten lokalisiert sind.

Gliederschmerzen treten häufig schon ein paar Tage vor den ersten klassischen Symptomen wie Schnupfen (Rhinitis) oder Husten (Tussis) auf. Sie können sich im Verlauf der Grippe steigern. Meist erreichen sie ihren Höhepunkt etwa am zweiten oder dritten Tag, an dem auch andere Symptome spürbar sind. Nach dem Abklingen einer Grippe können Gliederschmerzen noch einige Tage lang bestehen bleiben. Sie sollten in dieser Zeit jedoch langsam schwächer werden.[1]

Biologischer Zusammenhang

Als Verursacher der Schmerzen gelten bestimmte Botenstoffe (Prostaglandine), welche bei Entzündungsprozessen vermehrt ausgeschüttet werden. Sie sind wichtig für ein reibungsloses Ablaufen der Immunantwort, sorgen aber auch für ein stärkeres Schmerzempfinden des Betroffenen.

Die Grippe ist nur eine der möglichen Erkrankungen, bei der Gliederschmerzen auftreten können. Sie können auch ein Anzeichen für weitere Erkrankungen sein wie:

  • Gicht
  • Diabetes mellitus (Diabetische Polyneuropathie)
  • Arthrose
  • Arthritis
  • pAVK
  • Raynaud-Syndrom
  • Algodystrophie

Insbesondere bei älteren Menschen sind Gliederschmerzen ein häufiges Begleitsymptom diverser Erkrankungen. Gliederschmerzen, die über einen Zeitraum von mehreren Wochen bestehen, sollten daher immer ärztlich abgeklärt werden. Auch wenn sich der Schmerz verändert, zum Beispiel ein stechender Schmerz auftritt oder ein belastungsabhängiger Schmerz zu spüren ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden.[2]

Tipps zur Behandlung

Um grippebedingte Gliederschmerzen zu lindern, helfen warme Bäder und Wickel. Diese dürfen jedoch nicht bei Fieber (Pyrexie) angewendet werden. Weiterhin kann die schmerzbetroffene Muskulatur durch Massagen gelockert werden.

Auch Schmerzmittel können die Schmerzen erträglicher machen. In erster Linie sollte aber zu Hausmitteln gegriffen werden. Erst, wenn diese keine Linderung bringen und die Gliederschmerzen ein sehr starkes Ausmaβ annehmen, sollten Medikamente zum Einsatz kommen.

Um eine schnelle Genesung zu fördern, ist bei einer Grippe mit Gliederschmerzen darauf zu achten, dass der Körper warm gehalten wird und nicht auskühlt.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe