Grippe: Häufige Fragen

Rekonvaleszenz nach Grippe

© PantherMedia / Igor Mojzes

Die Symptome einer Virusgrippe (Influenza) dauern im Schnitt ungefähr eine Woche.[1] Nach der Krankheitsphase schließt sich die Zeit des Aufbaus an. Dieser Text befasst sich mit dieser schrittweisen Wiederherstellung der Gesundheit (Rekonvaleszenz)[2] und soll erklären, worauf in dieser Zeit im gewohnten Alltag zu achten ist. Abschließend wird noch auf Komplikationen im Verlauf einer Grippe-Erkrankung hingewiesen.

Rekonvaleszenz nach Grippe

In der Regel dauern die typischen Symptome der Grippe zwischen 5 und 7 Tage an. Die häufigsten Beschwerden sind hierbei ein plötzlich einsetzendes Krankheitsgefühl, hohes Fieber, Kopf- und Halsschmerzen sowie Schnupfen. Zusätzlich können auch Muskel- und Gliederschmerzen auftreten. Es gibt auch kompliziertere Verläufe der Influenza, bei denen die Symptome erheblich länger andauern können.[3] Ist die Krankheit überwunden, schließt sich die Zeit der Rekonvaleszenz an. In dieser Zeit treten die Symptome der akuten Erkrankung nicht mehr auf, aber es ist häufig noch ein Gefühl der Schwäche und raschen Erschöpfung vorhanden. Dies verschwindet erst schleichend und wird oft noch zwei bis drei Wochen nach einer überstandenen Virusgruppe wahrgenommen.[4] In dieser Zeit kann auch eine größere Anfälligkeit gegenüber anderen Erkrankungen wie z.B. Erkältungen bestehen.[5] Zusätzlich zeigt sich, dass die Atemwege bei leichten Reizen heftiger als sonst reagieren, man spricht von bronchialer Hyperreaktivität.[6] Beispielsweise kann es schon beim Einatmen kühler Luft zu einem Hustenanfall kommen.

Im Alltag zu beachten

Nach fieberhaften Infekten wie der Grippe kann dem Körper auch nach Abklingen der akuten Symptome nicht sofort wieder die gleiche Leistungsfähigkeit abverlangt werden wie vor der Krankheit. Die Reserven des Körpers sind aufgebraucht und man sollte sich in der Regel bis etwa eine Woche nach Verschwinden der Symptome schonen. So z.B. sollten sportliche Aktivitäten zunächst eingeschränkt bleiben und der Aufbau der körperlichen Leistungsfähigkeit nach der Grippe sollte schrittweise und vorsichtig erfolgen.[7] Nach einer überstandenen Influenza kann es auch vorkommen, dass geistige Arbeit nicht im gewohnten Tempo erledigt werden kann, da Betroffenen Konzentrationsprobleme haben und leicht ermüden.[8]

Komplikationen einer Grippe-Erkrankung

Die echte Grippe kann teilweise einen schweren Verlauf nehmen. Dabei kann es schwierig sein, eine behandlungsbedürftige Komplikation in Folge der Influenza von der normalen Erschöpfung in der Rekonvaleszenzzeit zu unterscheiden. Eine extreme Leistungsminderung, auch nach Verschwinden der Grippe-Symptome, sollte daher gegebenenfalls ärztlich abgeklärt werden. Starke Müdigkeit und Luftnot bei körperlicher Belastung können z.B. Zeichen einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) sein. Diese kann folgenlos abheilen, aber auch bleibende Schäden am Herzen hinterlassen. Bei einer solchen Diagnose müssen sich Betroffenen unbedingt schonen.[9]

Personen mit geschwächtem Immunsystem neigen außerdem zu schwereren Krankheitsverläufen und sollten daher frühzeitig ärztlichen Rat suchen. Dazu zählen insbesondere Menschen mit chronischen Erkrankungen, Schwangere und alte Menschen Sie können während der Grippe-Erkrankung sowie auch während der Rekonvaleszenzphase leichter von anderen Krankheitserregern, v.A. Bakterien, befallen werden, wodurch sich gefährliche Superinfektionen entwickeln können.[10] Eine möglicherweise lebensbedrohliche Komplikation während sowie nach der Grippe ist die bakterielle Lungenentzündung (Pneumonie). Bei älteren Patienten kann sie oft kaum von den Symptomen der Influenza unterschieden werden. Bei lange anhaltenden schweren Symptomen über mehrere Tage oder einem besonders schlechten Allgemeinzustand, sollte daher hieran gedacht werden.[11] Haben Patienten mit entsprechenden Risiken eine Virusgrippe überwunden, sollten sie sich in der Rekonvaleszenzzeit besonders schonen, um sich im körperlich geschwächten Zustand nicht eine solche Infektion zuzuziehen.[12]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe