Grippe: Häufige Fragen

Sommergrippe was tun?

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Eine Sommergrippe ist eine sehr häufig auftretende Grippeform, die aber immer noch unterschätzt wird. Auch wenn die Hochsaison für Grippe der Winter ist, gibt es im Sommer einige Risikofaktoren, die die Entstehung einer Grippe begünstigen können. Behandelt wird einer Sommergrippe auf die gleiche Art wie eine Wintergrippe.

Sommergrippe – was tun? Wie sie entsteht, was dabei im Körper passiert und wie sie behandelt werden kann, wird im Folgenden erklärt.

Ursachen und Risikofaktoren

Mit einer Sommergrippe gehen die gleichen Symptome einher wie mit der normalen Grippeerkrankung. Sie verläuft jedoch in den meisten Fällen milder und wird auch durch andere Viren hervorgerufen als ihr winterliches Pendant. Verursacher einer Sommergrippe sind Coxsackie-, Entero- und Echoviren, während eine klassische Grippe durch Influenza-Viren und eine Erkältung durch Rhino-, Adeno- und Coronaviren ausgelöst wird.

Die Übertragung der Sommergrippe erfolgt über Schmier- und Tröpfcheninfektion. Den Organismus machen im Sommer vor allem Zugluft, klimatisierte Räume sowie lange Sonnenbäder angreifbar gegenüber Krankheitserregern.

Wie bei einer echten Grippe (Influenza) erfolgt die Behandlung der Sommergrippe rein symptomatisch.[1]

Biologischer Zusammenhang

Coxsackie-, Entero- und Echoviren dringen in den meisten Fällen über die Schleimhäute der Atemwege in den Körper ein. Hier fangen sie an, sich zu vermehren und dabei körpereigene Zellen zu zerstören. Sie lösen in den Schleimhäuten lokale Entzündungen aus. So entstehen Schnupfen, eine verstopfte Nase, Husten und Halsschmerzen.

Fieber (Pyrexie), Kopf- (Cephalgie) und Gliederschmerzen sowie Muskelschmerzen (Myalgie) sind meist ein Ausdruck der Reaktion des Immunsystems. Eine Erhöhung der Körpertemperatur bewirkt, dass Stoffwechselvorgänge schneller ablaufen können. So können Abwehrstoffe zügiger gebildet und an ihren Wirkort transportiert werden. Außerdem können bestimmte Stoffe des Immunsystems besser bei höheren Temperaturen arbeiten.

Bei einer Unterkühlung haben Viren es besonders leicht, in den Körper einzudringen und sich dort zu vermehren. Im Sommer wird die Gefahr einer Unterkühlung des Körpers häufig unterschätzt. Das sollte insbesondere in den Abendstunden, nach dem Schwimmen und in luftigen Räumen bedacht werden.[2]

Tipps zur Behandlung

Wer sich im Sommer eine Grippe zuzieht, sollte diese genau so behandeln wie im Winter. Allgemein sind für den Körper jetzt viel Ruhe und Entspannung wichtig. Ein ausreichender und geruhsamer Nachtschlaf sowie Entspannung über Tag sind die wichtigsten Voraussetzungen zur Genesung.

Weiterhin können die Symptome der Sommergrippe gezielt behandelt werden. Gegen Schnupfen helfen Dampfbäder mit Kamillenblüten, Inhalationen mit Kochsalz und auch Nasensprays. Diese sollten jedoch immer auf Meersalzbasis sein. Gegen Halsschmerzen helfen Halswickel aus Kartoffeln oder Kleie. Auch Lutschbonbons, Hustensirup und frische, heiße Kräutertees lindern Halsschmerzen und Hustenreiz.[3]

Medikamente sind nur in den seltensten Fällen nötig. Bei Kindern und Menschen über 60 Jahren sollte vor allem auf die mit dem Fiebertermometer gemessene Temperatur geachtet werden. Ist diese über mehr als drei Tage dauerhaft erhöht, sollte ein Arzt aufgesucht werden.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe