Grippe: Allgemein

Grippeimpfung

© PantherMedia / Claudia Reitmeier

Jedes Jahr erkranken viele Menschen an einer Grippe. Verschiedenen Grippeviren zirkuliert und verändert sich, sodass neue Varianten entstehen. Besonderes bei Personen mit geschwächtem Immunsystem kann eine solche Virusgrippe schwere Folgen haben und gelegentlich auch zum Tod führen. Die Ständige Impfkommission STIKO des Robert Koch Instituts rät daher insbesondere bestimmten Risikogruppen zu einer jährlichen Grippeimpfung, die an die aktuellen Virenstämme angepasst ist.[1]

Ab wann eine Grippeimpfung sinnvoll ist, soll im Nachfolgenden erläutert werden.

Medizinische Fakten

Die Grippe (Influenza) zählt zu den akuten Atemwegsinfektionen. Die Influenza tritt in den Gebieten mit gemäßigtem Klima gehäuft in den Wintermonaten in Grippewellen auf, die im Frühjahr wieder abschwächen.

Die Influenzaviren können in die 3 Untergruppen Influenza A, B und C unterteilt werden, wobei die Influenza A als gefährlichste Untergruppe für den Menschen gilt.[2] Die Viren sind hochpathogen (stark krankmachend) und hochansteckend. Über Tröpfchen- und Schmierinfektion werden die Epithelzellen der oberen und unteren Atemwege infiziert. Nach der Infektion beginnt die rasche Reproduktion der Viren und nach etwa 1-3 Tagen werden Krankheitssymptome wahrgenommen.[3]

Bei Personen mit intaktem Immunsystem ist die Influenza in der Regel selbstlimitierend und heilt nach 1-2 Wochen aus. Bei Personen mit geschwächtem Immunsystem, d. h. ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke, etc., kann die Influenza einen komplikationsreichen Verlauf nehmen. Aus diesem Grund wird für die genannten Personengruppen eine Impfempfehlung durch die STIKO ausgesprochen.[4]

Prävention

Insbesondere den Risikogruppen rät die STIKO dringend zu einer jährlichen Grippeimpfung. Die Impfung gilt neben allgemeinen Hygienemaßnahmen als einzige Präventionsmaßnahme.

Durch die jährliche Impfung kann die Letalität (Sterblichkeitsrate) gesenkt und der Schweregrad der Influenza in den Risikogruppen deutlich gemildert werden.[5]

Besonders von Dezember bis Februar steigen die Grippeerkrankungen stark an. Es wird daher empfohlen, die Impfung am besten in den Monaten September bis November, also vor Beginn der Grippewelle, durchzuführen. Der Impfschutz ist für gewöhnlich 7-14 Tage nach der Impfung durch das Immunsystem vollständig aufgebaut. Es ist folglich auch noch sinnvoll und ausreichend sich impfen zu lassen, wenn die Grippezahlen bereits ansteigen.[6]

Durch die schnelle Veränderung des Influenzavirus (hohe Mutationsrate), kann eine Grippeimpfung keinen 100% Schutz gewährleisten und es ist trotz Impfung möglich an einer Grippe zu erkranken.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe