Grippe: Allgemein

Grippeimpfung

© PantherMedia / Claudia Reitmeier

Zu den häufigsten Infektionskrankheiten, die sowohl Kinder und Erwachsene betreffen, gehört die saisonale Grippe. Bei Kindern tritt sie allerdings weitaus häufiger auf. Für sie gelten daher besondere Empfehlungen, wann und wie oft eine Grippeimpfung durchgeführt werden sollte. Die Fragen, welche Empfehlungen gelten, bis wann sinnvoll geimpft werden kann und was beachtet werden muss, sollen im Folgenden geklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Grippeimpfung sollte am besten in den Monaten September bis November durchgeführt werden, also möglichst vor der jährlichen Grippewelle. Der Schutz durch die Impfung ist nach 7 Tagen bis 2 Wochen gegeben, weshalb es ausreicht, sich impfen zu lassen, wenn die Grippefallzahlen stark steigen.

Bei Kindern ist die Grippeimpfung besonders wichtig. Kinder haben noch kein vollständig entwickeltes Immunsystem, sie erkranken deshalb öfter an einer Grippe als Erwachsene. Für Kinder wird die Grippeimpfung zusammen mit den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen empfohlen. Ab dem Jugendalter ist eine Grippeimpfung nicht zwangsläufig nötig. In diesem Zeitraum ist das Immunsystem ausgereift. Gesunde Jugendliche und Erwachsene überstehen eine Grippe in der Regel komplikationslos.[1]

Präventionsmaßnahmen

Wer zu den vom RKI genannten Risikogruppen gehört, sollte sich möglichst vor der Grippesaison impfen lassen. Am besten eignen sich hierfür die Monate September und Oktober, in denen die Gefahr einer Infektion nicht so hoch ist.

Zu den Risikogruppen gehören:

  • Personen, die älter sind als 60 Jahre
  • Mitarbeiter im Pflegewesen, in Seniorenheimen und in Krankenhäusern
  • Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel oder bei chronischen Grundleiden ab dem 1. Schwangerschaftsdrittel
  • Kleinkinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr
  • Personen mit chronischen Erkrankungen[2]

Zu beachten

Wichtig ist, dass eine Grippeimpfung nur solange sinnvoll ist, wie die betroffene Person gesund ist. Besteht bereits eine Grippe-Erkrankung, sollte auf keinen Fall mehr geimpft werden. In einem solchen Fall ist das Immunsystem mit der bestehenden Erkrankung beschäftigt. Eine zusätzliche Impfung – auch wenn die Erreger nur schwach sind – kann zu einer Überlastung des Immunsystems führen. Eine Grippe kann dann weitaus schwereren Symptomen als üblich einhergehen und länger anhalten.

Wer sich am Tag der geplanten Impfung schlapp, unwohl oder krank führt, sollte seinen Arzt sofort darüber informieren und den Impftermin verschieben.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe