Grippe: Allgemein

Grippeimpfung

© PantherMedia / Josef Müllek

Die Grippeimpfung stellt einen gewissen Schutz vor einer Infektion mit dem Influenza-Virus dar. Sie kann aber eine Infektion nicht mit einer hundertprozentigen Sicherheit verhindern. Um einen Schutz gewährleisten zu können, muss die Impfung außerdem in regelmäßigen Zeitabständen aufgefrischt werden. Wird sie nicht aufgefrischt, nimmt ihre Wirkung allmählich ab.

Was bei der Grippeimpfung passiert, wie oft sie wiederholt werden sollte und für welche Personengruppen besondere Empfehlungen gelten, soll im Folgenden erklärt werden.

Fakten zum Thema

Der Verursacher der Grippe ist das sogenannte Influenza-Virus. Dieses wird noch einmal in drei Gruppen eingeteilt und diese wiederum in mehrere Subgruppen. Die gesamte Gruppe der Influenza-Viren ist sehr wandelbar.Durch Mutationen der Erbinformation kann das Virus plötzlich andere Eigenschaften haben. Ein Impfstoff wirkt aber immer nur spezifisch gegen eine bestimmte Gruppe von Viren. Weil der Verursacher der Grippe so wandelbar ist, sollte eine Impfauffrischung jährlich erfolgen. Diese Empfehlung wird durch die STIKO gegeben.[1]

Biologische Zusammenhänge

Bei einer Grippeimpfung werden abgeschwächte Erreger in den Körper injiziert. Diese tragen auf ihrer Oberfläche sogenannte Antigene. An diesen Antigenen kann der Körper erkennen, ob körpereigene oder fremde (und damit potenziell gefährliche) Zellen vorliegen. Hat einmal eine Grippeimpfung stattgefunden, so bildet der Körper Gedächtniszellen. Diese werden bei dem erneuten Kontakt mit den spezifischen Antigenen aktiviert. So wird eine Reaktion des Immunsystems ausgelöst. Verändern sich nun die Viren, so können sich auch die Antigene auf ihrer Oberfläche verändern. Die aufgrund eines Impfstoffes gebildeten Gedächtniszellen erkennen die so veränderten Erreger nicht mehr und die Impfung kann ihre Wirkung verlieren.[2]

Besondere Empfehlungen

Bestimmte Menschen haben ein erhöhtes Risiko, an einer Grippe zu erkranken. Dazu gehören Kinder, ältere Menschen und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Bei Kindern ist das Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet, während in höherem Lebensalter die Funktionsfähigkeit langsam wieder abnimmt. Bei einigen chronischen Erkrankungen kann die Funktionsfähigkeit des Immunsystems ebenfalls beeinträchtigt sein. Dazu gehören:

  • Herzkrankheiten
  • chronische bronchopulmonale Krankheiten wie Asthma oder chronische Bronchitis
  • chronische Nierenkrankheiten
  • Diabetes mellitus und andere chronische Stoffwechselkrankheiten
  • angeborene oder erworbene Immundefekte
  • chronische Anämien[3]

Erfolgt die Grippeimpfung nicht mindestens einmal pro Jahr, können bei einer Grippe bei diesen Personengruppen starke Beschwerden auftreten. Unter Umständen kann eine Grippe auch lebensbedrohlich werden. Die Grippeimpfung sollte daher ernst genommen und regelmäßig aufgefrischt werden.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe