Grippe: Allgemein

Grippeimpfung

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Zu den häufigsten Infektionskrankheiten, die saisonal auftreten, gehört in Deutschland die Grippe. Sie betrifft jeden Erwachsenen mindestens einmal pro Jahr. Gegen Grippe gibt es eine Impfung. Für bestimmte Personengruppen wird sie von der STIKO (Ständige Impfkommission) empfohlen, für andere ist sie nicht unbedingt nötig. Je nach Empfehlung kann die Impfung von der Krankenkasse übernommen werden.

Wann die Grippeimpfung eine Kassenleistung ist, was beachtet werden muss und für wen besondere Empfehlungen gelten, wird in diesem Text erörtert.

Medizinische Fakten

Personen, die einer der Risikogruppen der STIKO (s.u.) angehören, bekommen die Kosten einer Grippeschutzimpfung erstattet. Die gesetzlichen Kassen sind zu dieser Leistung verpflichtet. Private Kassen übernehmen in der Regel ebenfalls die Kosten, auch bei einer Wunschimpfung. Wer keiner Risikogruppe angehört und sich dennoch impfen lassen möchte, sollte dies mit seiner Krankenkasse absprechen. [1]

Präventionsmaßnahmen

Wer sich gegen Grippe impfen lassen will, sollte sich vorher informieren, ober zu einer der Risikogruppen gehört. Für diese werden die Kosten in der Regel übernommen. Dazu gehören folgende Personengruppen:

  • Personen ab dem 60. Lebensjahr
  • Personal von Pflege- und Seniorenheimen sowie Krankenhauspersonal
  • Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel (Trimenon), bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung bereits ab dem 1. Trimenon
  • Säuglinge und Kleinkinder bis zum Schulalter

Bestehen Vorerkrankungen, gibt es auch eine Impfempfehlung für Personen außerhalb der genannten Gruppen. Hierzu zählen vor allem chronische Erkrankungen der Lunge (Asthma und COPD), aber auch Herz-Kreislauf, Nieren- und Lebererkrankungen. Chronisch neurologische Krankheiten sowie Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes machen eine Impfung sinnvoll.

Bei Personen mit einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche (z.B. HIV) sollte ebenfalls eine Grippeimpfung, eventuell sogar in verkürzten Impfabständen, durchgeführt werden. [2]

Mythen

Ein Mythos ist, dass jeder, der sich gegen Grippe impfen lassen möchte und keiner Risikogruppe angehört, die Impfung selber bezahlen muss. Viele Krankenkassen genehmigen die Impfung bei einer persönlichen Anfrage. Vor allem private Krankenkassen lehnen einen Antrag selten ab.

Zu beachten

Jeder, der sich impfen lassen möchte und keiner Risikogruppe angehört, sollte sich vorher informieren, wann er seinen Antrag bei der Krankenkasse stellen muss. Einige Krankenkassen bestehen darauf, den Antrag vor der eigentlichen Impfung zu erhalten. Ein nachträglich eingereichter Antrag wird nicht mehr akzeptiert und die Kosten werden nicht zurückerstattet. Andere Krankenkassen dagegen übernehmen die Kosten auch noch, wenn der Antrag nachträglich eingereicht wird. [3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe