Grippe: Allgemein

Grippeimpfung Subcutan

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Eine Impfung wird in der Regel nach einem standardisierten Verfahren verabreicht. Die Grippeimpfung erfolgt meist intramuskulär, selten jedoch auch subkutan, das bedeutet „unter die Haut“.

Wie die Grippeimpfung verabreicht wird und was dabei im Körper bewirkt wird, stellt der folgende Text auf anschauliche Art und Weise dar.

Fakten zum Thema

Subkutan ist ein medizinischer Fachbegriff, der übersetzt so viel bedeutet wie „unter die Haut“. Er besteht aus den lateinischen Begriffen „sub“ (unter) und „cutis“ (Haut).

Von außen nach innen setzt sich die Körperoberfläche aus mehreren Schichten zusammen. Die erste ist die sogenannte Lederhaut, das, was wir sehen. Darunter folgen mehrere Schichten verschiedener Zellen, die alle verschiedene Eigenschaften haben. Hier sitzt unter anderem der Großteil der Rezeptoren und Nervenendigungen, die für die Empfindlichkeit verantwortlich sind. Die Subkutis ist die Schicht darunter. Sie setzt sich zusammen aus lockerem Bindegewebe, Fettgewebe und Blutgefäßen.

Die Grippeimpfung erfolgt in der Regel immer intramuskulär, also direkt in einen Muskel. In einigen Ausnahmefällen kann sie jedoch auch subkutan verabreicht werden.[1]

Biologischer Zusammenhang

Eine subkutane Grippeimpfung wird empfohlen bei:

  • Gerinnungsstörungen
  • einer Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten
  • dem Gebrauch bestimmter Impfwirkstoffe

Bei einer subkutanen Impfung verbreitet sich der Impfstoff mit einer anderen Geschwindigkeit als bei der intramuskulären Impfung. Zudem ist die Gefahr, dass der Wirkstoff mit bestimmten Medikamenten, insbesondere solchen mit blutverdünnender Wirkung (z. B. bei Gerinnungsstörungen), in Kontakt kommt, geringer. So wird die Gefahr von schwerwiegenden Komplikationen der Impfung reduziert.[2]

Personen, die dazu neigen, Blutgerinnsel (sog. Thromben) zu bilden, werden von einem Arzt medikamentös mit sogenannten Antikoagulantien eingestellt. Ein Beispiel für letztere ist die Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten. Diese konkurrieren im Körper mit dem Vitamin K, das für die Herstellung bestimmter Gerinnungsfaktoren benötigt wird. Eine geringere Menge an Gerinnungsfaktoren setzt das Risiko für die Entstehung einer Thrombose (Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel) herab.[3]

Zu beachten

Bei einer Injektion, die subkutan erfolgt, ist die Gefahr einer Hautreaktion größer, als wenn die Impfung intramuskulär erfolgt. Das hängt vor allem damit zusammen, dass der Impfstoff näher an der Haut ist. Hauterscheinungen nach einer Impfung wie eine Rötung der Einstichstelle, Juckreiz und eine Schwellung sind deshalb häufiger. Diese Beschwerden sind aber in der Regel kein Grund zur Besorgnis. In den meisten Fällen halten sie etwa zwei bis drei Tage lang an und verschwinden dann langsam wieder. Sind Hauterscheinungen nach vier bis sieben Tagen immer noch vorhanden, sollte erneut ein Arzt aufgesucht werden.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe