Grippe: Allgemein

Grippeimpfung Kritik

© PantherMedia / Werner Heiber

Die Grippeimpfung ist eine der am häufigsten durchgeführten Impfungen in Deutschland. Sie wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) vor allem für bestimmte Personengruppen empfohlen. Die Grippeimpfung steht jedoch auch häufig in der Kritik. Mediziner sind sich häufig nicht einig, ob die Grippeimpfung notwendig und sinnvoll ist.

Was bei der Grippeimpfung passiert, warum sie sinnvoll ist und warum sie von vielen als nutzlos betrachtet wird, zeigt folgender Text.

Fakten zum Thema

Grippe (Influenza) ist eine Infektionskrankheit, die durch Influenzaviren ausgelöst wird. Eine Grippe zeigt sich durch klassische Symptome wie Husten (Tussis), Schnupfen (Rhinitis), Halsschmerzen und Heiserkeit (Dysphonie). Auch Fieber (Pyrexie), Gliederschmerzen und eine allgemeine Abgeschlagenheit können auftreten. Gegen Grippe gibt es eine Impfung. Bei dieser wird der Erreger in abgeschwächter Form verabreicht. So wird das Immunsystem aktiviert und es bildet sogenannte Gedächtniszellen. Diese ermöglichen es dem Körper, bei erneutem Kontakt mit dem Erreger sofort Abwehrstoffe zu bilden. Der Ausbruch einer Grippe kann so oft vollständig verhindert werden.[1]

Wem nützt die Grippeimpfung?

Die STIKO empfiehlt die Grippeimpfung vor allem für folgende Personengruppen:

  • Kinder
  • Menschen über 60 Jahre
  • Menschen mit Vorerkrankungen wie
    • Stoffwechselstörungen
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Schwäche des Immunsystems

Bei diesen Personengruppen kann eine Grippeinfektion mit sehr starken Symptomen einhergehen. Unter Umständen können Symptome wie Fieber sogar sehr gefährlich werden. Außerdem können sich die Krankheitserreger hier leicht weiter im Körper ausbreiten und weitere Organe befallen. Bei diesen Personengruppen stellt die Grippeimpfung also eine sinnvolle vorbeugende Maßnahme (Präventionsmaßnahme) dar.[2]

Wann und wie kann man auf eine Grippeimpfung verzichten?

Der Großteil der Kritiker der Grippeimpfung bezeichnet sie als nutzlos. Nutzlos vor allem deswegen, weil eine Grippe in der Regel keine gefährliche Erkrankungen darstellt. Ein gesunder Organismus übersteht eine Grippe innerhalb einer oder maximal zwei Wochen meistens ganz von alleine. Die Symptome mögen unangenehm sein, sie sind aber in den seltensten Fällen wirklich gefährlich.

Bei starken Symptomen steht eine Reihe von Haumitteln und auch Medikamenten zur Verfügung. So können Halschmerzen und Husten mit Hustensirup, Halsbonbons, Halswickeln oder heißen Kräutertees gelindert werden. Gegen eine verstopfte Nase helfen Dampfbäder (zum Beispiel mit Kamillenblüten) oder Inhalationen mit Kochsalz. Auch Nasensprays auf Meersalzbasis wirken abschwellend und befreien die Nase.

Hohes Fieber kann für den Körper eine Belastung darstellen. Es kann aber mit Wadenwickeln, kalten Umschlägen und eventuell auch medikamentös gesenkt werden.

Für einen ansonsten gesunden Menschen ist die Grippeimpfung also tatsächlich nicht unbedingt nötig. Für Menschen mit Vorerkrankungen, für Kinder und ältere Menschen stellt sie aber einen wirksamen Schutz dar und kann hier durchaus als sinnvoll betrachtet werden.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe