Grippe: Allgemein

Grippeimpfung für Baby

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Eine Grippeimpfung für das Baby ist meist empfehlenswert, da es, genauso wie ältere Menschen, über ein geschwächtes bzw. nicht ausgereiftes Immunsystem verfügt. Die Influenza (echte Grippe) kann bei Kleinkindern zu folgeschweren Komplikationen und Folgeerkrankungen führen. Die Impfung ist allerdings ungefährlich und verläuft meist ohne Nebenwirkungen.

Wann die Grippeimpfung sinnvoll ist und welche unerwünschten Wirkungen sie dennoch haben kann, soll im nachstehenden Text erläutert werden.

Medizinische Fakten

Grippeviren werden genauso wie andere Erkältungsviren über Tröpfchen- oder Kontaktinfektion verbreitet. Eine Grippeimpfung verringert die Ansteckung deutlich und ist besonders bei Personen mit schwächerem Immunsystem zu empfehlen. Zu dieser Gruppe zählen auch Kleinkinder, da sie in ihren ersten Lebensmonaten über einen nicht komplett ausgeprägtes Immunsystem verfügen.

Nach der Geburt verfügen Babys über den sog. Nestschutz, der von der Mutter über die Plazenta vor der Geburt und durch die Muttermilch nach dieser auf das Kind übertragen wird. Das Neugeborene verfügt dadurch über eine Anzahl an Antikörpern (Immunoglobuline) gegen Krankheiten, gegen welche die Mutter immun ist. Zu diesen zählen auch Erkrankungen, denen durch eine Impfung entgegengewirkt wird. Jedoch ist beim Beispiel der Influenza eine jährliche Impfung empfehlenswert, da sich das Virus stetig verändert und nicht mehr vom Körper erkannt werden kann.[1]

Zu beachten

Bei Babys ist eine Impfung ab dem sechsten Lebensmonat empfehlenswert. Durch den injizierten Totimpfstoff kann es beim Kind zu keinem Ausbruch der Krankheit kommen. Jedoch können unter Umständen Nebenwirkungen, wie etwa eine gerötete Einstichstelle und leichtes Fieber (Pyrexie), auftreten. Vor der Impfung ist es ratsam, einen Allergietest gegen Hühnerproteine bei dem Kleinkind durchzuführen, um mögliche allergische Reaktionen nach der Impfung zu vermeiden. Hühnereiweiße sind im Impfstoff produktionsbedingt enthalten.

Zu empfehlen ist die Impfung besonders bei einer vorliegenden chronischen Krankheit des Kindes wie etwa Asthma oder Herzprobleme. Aber auch wenn es in der Familie oder im Freundeskreis Personen gibt, die über ein geschwächtes Immunsystem verfügen, wie etwa nach einer Organtransplantation oder Krebs.[2]

Die Impfung ist kein 100%iger Schutz vor der Krankheit, da es verschiedene Virusstämme gibt und nur die am häufigsten auftretenden in die Impfung hineinbezogen werden. Kommt es jedoch trotzdem zu einer Infektion, verläuft diese meist milder und weniger komplikationsreich. Auch Folgeerkrankungen wie etwa Lungenentzündungen (Pneumonie) zeigen sich seltener.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe