Grippe: Allgemein

Grippeimpfung in der Apotheke

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Die jährliche Grippeimpfung gegen saisonale Influenza-Viren stellt einen wichtigen Schutz für viele Menschen vor einer Grippe-Erkrankung dar. Ziel der Impfung ist es, 14 Tage nach Verabreichung des Impfstoffs einen Impfschutz gegen die Grippeviren zu erreichen. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt aktuell eine Grippeimpfung für alle Personen ab einem Alter von 60 Jahren, für alle Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, für Menschen mit chronischen Erkrankungen und Personen, die aufgrund beruflicher Exposition einer erhöhten Gefährdung durch Ansteckung ausgesetzt sind. Für Schwangere und Kinder gibt es zusätzliche Hinweise. Laut dem RKI sind in Deutschland die Impfquoten für die einzelnen Risikogruppen als zu gering einzuschätzen. Nur zwischen 30% und 60% der gefährdeten Personen verfügen über einen adäquaten Impfschutz.

Keine Impfung in deutschen Apotheken

Während in den USA bereits Apotheker mit Zusatzausbildung gegen die saisonale Influenza impfen dürfen – allerdings nur bei ärztlich ausgestelltem Rezept –, ist dies in Deutschland weiterhin nur durch einen Arzt möglich.[1]

In Deutschland ist es somit nicht möglich, sich in der Apotheke gegen Grippe impfen zu lassen. Apotheken können jedoch zum Thema Impfen beraten und genauere Informationen zu Zusammensetzung der Impfstoffe und deren Wirkung liefern. Der Impfstoff darf nur von einem Arzt verschrieben werden, der dabei auch die Verantwortung übernimmt, Indikationen und Kontraindikationen zu prüfen. Das Verabreichen der Impfung kann hingegen auch an geschultes Personal wie Arzthelfer und Pflegekräfte delegiert werden. Auch dies sollte jedoch nur in der Anwesenheit eines Arztes erfolgen, damit bei selten auftretenden Komplikationen schnell reagiert werden kann. [2] Die meisten Arztpraxen verlangen für die Grippeimpfung keine Terminvereinbarung, oft kann spontan ab Anfang Oktober geimpft werden. Für alle Versicherten, auf die die Empfehlungen zutreffen, übernehmen die Krankenkassen die jährliche Grippeimpfung.

Kompromisslösung in der Schweiz

In der Schweiz haben manche Apotheken Vereinbarungen mit Ärztengetroffen, die dann zu bestimmten Terminen in den Apotheken impfen – ein Angebot für gerade diejenigen, die sich sonst nicht impfen lassen würden, weil sie auch sonst selten oder nie zum Arzt gehen.[3] Impfen ist jedoch auch in den Schweizer Apotheken Arztsache.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe