Husten: Ursachen

Husten durch Schimmel

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Husten ist ein körpereigener Reflex und kann Ausdruck einer Atemwegserkrankung sein. Schimmelpilze können sowohl allergischen Reizhusten als auch schwerwiegendere Lungenprobleme verursachen.

Der folgende Text enthält Informationen zur medizinischen Faktenlage, dem biologischen Zusammenhang und den Risiken in Verbindung mit Husten durch Schimmel.

Medizinische Fakten

Husten ist als Symptom Ausdruck von Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege. Man unterscheidet beim Husten die akute (<8 Wochen) von der chronischen Form (>8 Wochen), wobei der Ersteren meistens eine vorübergehende Infektion zugrunde liegt, während der chronische Husten ein Anzeichen einer schwerwiegenderen Erkrankung sein kann [1].

Schimmelpilze gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Sie bevorzugen zum Gedeihen feuchtes Klima und sind in normalen Konzentrationen für den Menschen ungefährlich. Eine zu hohe Anzahl an Schimmelpilzen kann jedoch zu allergischen Reaktionen, sowie bei immungeschwächten Patienten zu einer infektiösen Erkrankung führen [2].

Zu Husten im Zusammenhang mit Schimmel kommt es durch einen allergieauslösenden Kontakt mit Schimmelpilzsporen sowie bei einem Befall der Atemwege mit Schimmelpilzen.

Biologischer Zusammenhang

Husten ist ein natürlicher Reflex des Körpers, der dazu dient, die Atemwege vor Fremdkörpern und Schadstoffen zu schützen. Auslöser des Hustenreflexes sind diverse, in den oberen und unteren Atemwegen verteilte chemische und mechanische Rezeptoren [3].

Schimmelpilze zählen zu den sporenbildenden Pilzen. Sie vermehren sich durch Sporulation; die so entstehenden Sporen können lange Trockenperioden überleben, um schließlich in feuchter Umgebung auszukeimen. Da Schimmelpilze ubiquitär in allen Haushalten vorhanden sind, kann Feuchtigkeit im Haus schnell zur Entwicklung eines Schimmelpilzbefalls führen [4].

Zu Husten in Verbindung mit Schimmel kommt es meistens im Rahmen einer allergischen Reaktion auf die Sporen der Schimmelpilze. Besonders der Gießkannenschimmel (Aspergillus) löst bei Asthmatikern und Mukoviszidose-Patienten eine allergische Aspergillose aus, deren Symptome neben Husten auch Fieber und Asthmaanfälle umfassen. Menschen mit bestehenden Lungenproblemen laufen zudem Gefahr, dass sich der Pilz in der Lunge ausbreitet und mit der Zeit zu anhaltenden, erschwerten Aspergillose-Symptomen führt [5].

Zu beachten

Studien haben gezeigt, dass eine Sensibilisierung auf Schimmelpilzsporen bei Asthmatikern zu besonders schweren Asthmaanfällen führen kann.

Tuberkulosepatienten haben ein erhöhtes Risiko für einen Befall der Lungen durch Schimmelpilze.

Da anhaltende Exposition durch Schimmelpilzsporen das Krankheitsbild der invasiven pulmonalen Aspergillose verursachen kann, welche neben der Lunge weitere lebenswichtige Organe im Körper befällt, wird bei einem Verdacht auf eine Schimmelpilzinfektion ein Arztbesuch empfohlen.