Husten: Ursachen

Husten beim Zahnen

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Husten (Tussis) ist ein verbreitetes Symptom für eine Vielzahl von Krankheiten und kann verschiedenste Ursachen haben. Neben Infekten kann Husten auch durch das Zahnen bei Kleinkindern sowie das Durchbrechen bleibender Zähne oder Weisheitszähne hervorgerufen werden. Betroffene sind meist sehr überrascht und haben Probleme, die Ursache für den Husten bei den Zähnen zu suchen. Wie Husten und Zähne zusammenhängen und was es zu beachten gilt, wird im Folgenden näher beschrieben.

Medizinische Fakten

Husten selbst ist keine Erkrankung, er stellt vielmehr das Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung dar. Die Ursachen für ihn sind breit gefächert. In erster Linie hat er eine reinigende Funktion für den Körper. Er schützt diesen vor schädlichen Stoffen wie Fremdkörpern oder Krankheitserregern, indem diese zusammen mit der abrupt ausgestoßenen Atemluft aus dem Körper transportiert werden. Grundsätzlich kann Husten anhand von zwei Faktoren unterschieden werden:

  • Dauer: Dauert der Husten maximal 8 Wochen, wird er als akut bezeichnet. Hält er über diese Zeitspanne hinaus an, wird von chronischem Husten gesprochen.
  • Auswurf: Von Auswurf begleiteter Husten wird auch als produktiver Husten bezeichnet. Husten ohne Auswurf wird unproduktiver oder trockener Husten (Reizhusten) genannt.[1]

Biologischer Zusammenhang

Husten wird normalerweise durch eine Reizung der Schleimhäute der Atemwege ausgelöst. Durch die Reizung werden die Hustenrezeptoren, auch als Fühler bezeichnet, an der entsprechenden Stelle aktiviert und schicken ein Signal zum Gehirn, das dort einen Hustenreflex auslöst. Er erfolgt ein stoßartiges Ausatmen, mit dem meist auch andere Stoffe (z. B. Fremdstoffe, Krankheitserreger) ausgestoßen werden.[2] Für die Auslösung des Hustens beim Zahnen, beim Durchbrechen bleibender Zähne oder Weisheitszähne gibt es mehrere Ursachen:

  • Durch das Durchbrechen der Zähne durch das Zahnfleisch und die Haut wird diese gereizt. Diese Reizung kann zu einer vermehrten Speichel- und Sekretproduktion führen, die abgehustet werden muss. Aber auch die Reizung der Hautstellen selbst kann den Hustenreflex auslösen.
  • Beim Durchbrechen der Zähne liegt für eine gewisse Zeit das Zahnfleisch offen und ist anfällig für Erreger. So kommt es häufig vor, dass Krankheitserreger in die offene Wunde eindringen und eine Infektion verursachen. Im Rahmen der Infektion entstehende Entzündungen und die dadurch verursachte Reizung der Schleimhäute können Husten verursachen.

Husten ist gerade bei zahnenden Kleinkindern ein häufig auftretendes Symptom.

Zu beachten

Husten im Rahmen des Zahnens, durchbrechender bleibender Zähne oder Weisheitszähne ist in der Regel zunächst unbedenklich. Sollten allerdings weitere Symptome, vor allem Fieber (Pyrexie), hinzukommen, sollte Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden. Bei Babys, die zahnen, ist Vorsicht geboten, wenn zusätzlich Symptome wie Beißen, Zahnfleischreiben, Ohrreiben, starkes Speicheln, erhöhte Erregbarkeit, häufiges Aufwachen, vermehrtes Saugen, Hautausschläge im Gesicht, verminderter Appetit auf feste Nahrung und leichtes Fieber auftreten.[3] Weitere Risikogruppen für einen problematischen Verlauf des Hustens sind Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Diese sollten bei Husten möglichst einen Arzt aufsuchen.