Schnupfen: Begleiterscheinungen

Schnupfen (Gelb-Grün)

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Bei Schnupfen kann gelblich-grünes Sekret ein Hinweis auf eine bakterielle Zweitinfektion sein. Im Folgenden sollen die medizinischen Vorgänge und Risiken in Verbindung mit einer bakteriellen Zweitinfektion bei Schnupfen näher dargelegt werden.

Medizinische Fakten

Schnupfen (Rhinitis) wird meist durch Viren (Rhinoviren) verursacht. Erste Symptome sind häufig Unwohlsein, Mattigkeit, oder auch Halsschmerzen und Kratzen im Hals. Die Nase beginnt „zu laufen“, häufig treten auch Kopfschmerzen auf. Innerhalb der ersten Tage verstärkt sich der Schnupfen, normalerweise klingen die Symptome dann innerhalb von einer Woche vollständig wieder ab.[1] Kommt es zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien, kann das die Schnupfensymptome jedoch verschlimmern und um bis zu sieben Tage verlängern. Ein gelblich-grünes, dickflüssiges Schnupfen-Sekret kann auf eine solche bakterielle Zweitinfektion hindeuten. Die Farbe des Sekrets allein erlaubt allerdings keine sichere Diagnose.[2]

Biologischer Zusammenhang

Am Anfang eines Erkältungs-Schnupfens steht meist eine Infektion mit Viren, die zu einer Entzündung der Nasenschleimhaut führt. Es kommt zunächst zu klarem, flüssigem Nasenfluss. Die durch die Viren ausgelöste Entzündung beschädigt die Nasenschleimhaut und vermindert ihre Fähigkeit, andere Erreger abzuwehren. Bakterien fällt es nun leichter, sich dort anzusiedeln und zu vermehren. Entsteht in Folge eine bakterielle Zweitinfektion, werden Abwehrzellen (überwiegend sogenannte Granulozyten) des Körpers aktiviert. Sie töten die Bakterien ab und werden dabei selbst zersetzt. Aus den Zellresten von Bakterien und Abwehrzellen entsteht eine dickflüssige Masse, der Eiter, der als gelblich-grünes Sekret über die Nase abfließt.

Zu beachten

Eine bakterielle Zweitinfektion bei Schnupfen kann sich ausbreiten und zu einer Entzündung des Rachens (Pharyngitis) Kehlkopfs (Laryngitis) oder der Bronchien (Bronchitis) führen. Symptome wie Halsschmerzen, Husten und Fieber können darauf hindeuten. Zudem können die Bakterien ins Innenohr gelangen und dort eine Entzündung auslösen, oder die Infektion kann sich auf die Nasennebenhöhlen ausweiten.[3] Bei schweren und nicht abklingenden Symptomen sollte deshalb ein Arzt aufgesucht werden, um eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen