Schnupfen: Begleiterscheinungen

Schnupfen (grüner Schleim)

© PantherMedia / Katrin Figge

Grüner Schleim ist eine Begleiterscheinung des Schnupfens, die auf eine bakterielle Superinfektion hinweisen kann. Im Folgenden sollen medizinische Fakten, biologische Zusammenhänge und die Risiken von Grünem Schleim im Rahmen eines Schnupfens erläutert werden.

Medizinische Fakten

Der Auswurf von grünem Nasensekret ist eine Komplikation des Schnupfens, die sich im Rahmen einer Erkältung entwickeln kann. In der Regel dauert ein gewöhnlicher Schnupfen 7 – 10 Tage und wird von Viren ausgelöst. Durch die Entzündung der Nasenschleimhaut kommt es zu einer erhöhten Produktion von klarem bis weißlich-gelbem, dünnflüssigem Sekret, die nach Ablauf der Erkrankung von selbst nachlässt.[1]

Ist das Sekret allerdings zähflüssig, eitrig und grünlich verfärbt, kann eine bakterielle Superinfektion vorliegen, die durch einen Arzt abgeklärt werden sollte. Eine bakterielle Infektion bedingt eine Verlängerung der Symptome um weitere 7 Tage1. Am häufigsten werden bakterielle Superinfektionen durch Streptokokken, Staphylokokken und Pneumokokken ausgelöst, welche Bestandteil der normalen Schleimhautflora sein können.

Allgemeine Symptome eines Schnupfens sind ein Kitzeln in der Nase oder im Nasenrachenraum, Niesreiz, Behinderung der Nasenatmung, Kopfdruck, Reizhusten und wässrige Sekretion. Fieber besteht im Allgemeinen nicht, ist bei Kindern jedoch gelegentlich vorhanden.[2]

Biologischer Zusammenhang

Durch den viralen Befall der Nasenschleimhaut kommt zu einer Entzündung und Schwellung, da die dort ansässigen Zellen durch die Viren in ihrem Zellzyklus gestört werden. Im Rahmen dieses Prozesses wandern verschiedene Abwehrzellen am Ort der Entzündung ein, die eine Schwellung der Nasenschleimhaut und eine erhöhte Sekretproduktion hervorrufen, um Keime aus dem Nasenraum zu entfernen.[3]

Sind zusätzlich Bakterien vorhanden, kann sich das Sekret gründlich verfärben. Es enthält einen erhöhten Anteil abgestorbener Bakterien und Immunzellen.

Zu beachten

Vor allem bei immunschwachen Patienten besteht die Gefahr einer viral-bakteriellen Superinfektion.

Das Auftreten von grünem Schleim ist zwar kein sicheres Indiz, aber ein Hinweis auf eine bakterielle Superinfektion. Wenn nach einer Woche noch keine Besserung eingetreten ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine antibiotische Therapie zu beginnen.[2]

Um einer Infektion zu entgehen empfiehlt sich das Tragen von warmer Kleidung und Kopfbedeckung während der Wintermonate, ausreichende Händehygiene sowie das Vermeiden von Kontakt mit erkrankten Personen.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen