Schnupfen: Begleiterscheinungen

Erkältung (grüner Schleim in Nase)

© PantherMedia / Ishay Botbol

Während der kalten Jahreszeit tritt im Rahmen einer Erkältung häufig Schnupfen auf. Dieser kennzeichnet sich durch das Vorhandensein von Schleim bzw. Sekret in der Nase. Dieses Sekret kann von unterschiedlicher Konsistenz und Farbe sein. Die möglichen Unterschiede sollen im Folgenden näher erläutert werden.

Medizinische Fakten

Eine Erkältung ist eine sehr häufige Erkrankung, die eine einzelne Person auch mehrmals jährlich betreffen kann. Schnupfen ist dabei eine typische Begleiterscheinung.

Die häufigsten Erreger sind Viren, hier vor allem Rhino- und Adenoviren. Diese werden durch Tröpfcheninfektion, beim Niesen oder Husten, übertragen. Weiterhin kann die Übertragung auch indirekt über Gegenstände, zum Beispiel durch das gemeinsame Nutzen von Geschirr und Computern erfolgen.[1]

Zu Beginn einer Erkältung zeigt sich das Nasensekret für gewöhnlich klar bis weißlich und kann sowohl wässrig als auch zäh sein. Im Rahmen des Schnupfens schwellen die Schleimhäute an, so wird die Atmung erschwert oder ist durch die Nase nicht mehr möglich. Die verstopfte Nase kann in weiterer Folge zu Kopfschmerzen führen. Im Rahmen einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien (Superinfektion) kann sich der Schleim der Nase von hell zu gelb und schließlich sogar zu grün oder grau färben. Diese Farbänderung des Schleims ist ein Hinweis, aber kein sicheres Zeichen für das Bestehen einer bakteriellen Superinfektion.[3] Besteht eine bakterielle Superinfektion, bleiben die Symptome für etwa sieben weitere Tage bestehen.

Während einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), die ebenfalls häufig gemeinsam mit einem Schnupfen auftritt, zeigt sich gehäuft Blut im Nasensekret.

Biologischer Zusammenhang

Die kalte Luft während des Winters kann die Schleimhäute abkühlen, austrocknen und so reizen. Vor allem Rhinoviren überleben bei Kälte und in der Nähe einer feuchten Quelle besonders gut. Die Schleimhäute sind also während des Winters eine ideale Brutstätte zur Vermehrung der Viren. Zusätzlich ist im Winter das Immunsystem oft durch die Kälte, den physischen Stress und die verminderte Sonneneinstrahlung geschwächt.

Auf eine virale Infektion der Atemwegsschleimhäute antwortet der Körper mit einer gesteigerten Durchblutung der Schleimhäute des Hals-, Nasen- und Rachenbereichs. Durch den erhöhten Blutstrom erreichen mehr Zellen des Immunsystems den Ort der Entzündung, weiterhin kommt es zu einer gesteigerten Sekretbildung. Diese dient dazu, die Erreger zu binden und sie so unschädlich zu machen. Für gewöhnlich klingt eine Erkältung mit Schnupfen nach ein bis zwei Wochen wieder ab. Gelegentlich kann es aber auch zu einer so genannten bakteriellen Superinfektion kommen.

Noch während der Körper gegen die eigentliche Ursache der Erkältung, also die Viren kämpft, kann es passieren, dass eine zusätzliche Infektion stattfindet. In der Regel handelt es sich bei dem zweiten Erreger um Bakterien. Die Schleimhäute sind bereits von den Viren vorgeschädigt, so wird es für die Bakterien leichter, sich dort anzusiedeln und zu vermehren. Weiterhin bietet die gesteigerte Sekretproduktion den Bakterien einen idealen Nährboden. Zusätzlich ist das Immunsystem durch die virale Infektion geschwächt und kann so nicht schnell genug auf einen neuen Erreger reagieren.

Zu beachten

Eine Erkältung verläuft in der Regel harmlos und klingt nach ein bis zwei Wochen wieder ab.

Da die Krankheitserreger auch über Gegenstände übertragen werden spielt die Hygiene sowohl im Eigen- als auch im Fremdschutz eine große Rolle. Regelmäßiges Händewaschen kann während den Erkältungsmonaten einer Infektion vorbeugen.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen