Schnupfen: Begleiterscheinungen

Schnupfen (Nase juckt)

© PantherMedia / Olaf von Lieres

Wenn von einem Schnupfen gesprochen wird, ist meistens eine akute Entzündung der Nasenschleimhäute gemeint (akute Rhinitis). Diese ist von vielen Symptomen geprägt, unter anderem von einer juckenden Nase. Der folgende Text gibt eine medizinische Übersicht über das Thema Schnupfen und die biologischen Zusammenhänge mit einer juckenden Nase. Darüber hinaus werden wichtige Hinweise zu diesem Themenkomplex gegeben.

Medizinische Fakten

Die akute Rhinitis tritt häufig im Rahmen einer Erkältung (common cold) auf. Sie ist gekennzeichnet von vermehrter Sekretproduktion mit laufender Nase (Rhinorrhoe), allgemeinem Krankheitsgefühl, erschwertem Atmen durch die Nase, vermindertem Geruchsvermögen (Hyposmie) und evtl. auch Fieber. Erreger sind dabei überwiegend Viren, vor allem aus der Gruppe der Respiratory-Syncytial-, Para- und Influenzaviren. Selten spielen Bakterien eine Rolle. Auch eine Allergie kann zu Nasenjucken und -laufen und damit schnupfenähnlicher Symptomatik führen.[1]

Der Juckreiz (Pruritus) ist mit einem Schutzreflex gleichzusetzen. Wenn die Nase von schädlichen Viren, Bakterien oder Parasiten befallen ist, löst der Körper den Reiz aus. Durch das Kratzen soll der Eindringling entfernt werden. Dies kann auch bei einem Schnupfen der Fall sein.

Biologischer Zusammenhang

Durch Unterkühlung, Temperaturwechsel in den Übergangsjahreszeiten und geschwächte Immunabwehrlage kann eine Infektion der Nasenschleimhaut mit dem Erreger erfolgen. Die akute Rhinitis gliedert sich dabei in drei Stadien, wovon überwiegend das erste Stadium von einer juckenden Nase geprägt ist: Im Initialstadium besteht häufig ein allgemeines Krankheitsgefühl mit trockenen, blassen Schleimhäuten, die zum Brennen und Jucken neigen. Durch die fehlende Barrierefunktion des Nasensekretes kommt es leichter zu einem Eindringen von Erregern. Es folgen das katarrhalische Stadium mit ausgeprägter Sekretproduktion und durch Anschwellen der Schleimhäute erschwertem Nasenatmen. 3-4 Tage später schließt sich das schleimig-eitrige Stadium an.[2]Alle Stadien können durch Reizung der Schleimhäute und damit der direkten Gesichtsnerven (Nervus Trigeminus) zu ausgeprägten Juck- und Niesreiz führen.

Zu beachten

Von einem Schnupfen kann prinzipiell jeder betroffen sein. Durch die Stärkung der Immunabwehr in Form von Sport, ausgewogener Ernährung und dergleichen sowie durch angemessene Hygienemaßnahmen in der Grippezeit kann das Risiko jedoch minimiert werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen