Schnupfen: Begleiterscheinungen

Nase juckt (außen)

© PantherMedia / Robert Bayer

Entzündliche Erkrankungen der Haut im Bereich der äußeren Nase können mit starkem Juckreiz der betroffenen Stelle einhergehen. Zumeist sind diese Erkrankungen bakterieller Natur und können sich an der freien Haut und den Hautanhangsgebilden manifestieren. Das Symptom der juckenden Haut kann auf unterschiedlichste Ursachen zurückzuführen sein und erscheint beinahe immer in Zusammenhang mit anderen charakteristischen Symptomen, welche eine Diagnosestellung ermöglichen.[1]

Medizinische Fakten

Eine eitrige Entzündung eines Haarfollikels kann in fast jedem Lebensalter vorkommen. Bei dem Erreger dieser Erkrankung handelt es sich hauptsächlich um Staphylokokken. Selten wird die Entzündung durch Viren oder Pilze verursacht. Beschränkt sich die Erkrankung auf die Haarfollikel so spricht man von einerFollikulitis. Weiterhin kann es zu einer tiefer sitzenden eitrigen Einschmelzung kommen, welche als Furunkel bezeichnet wird. Nasenfurunkel sind als gerötete, manchmal juckende, schmerzhafte und druckempfindliche Stelle im Bereich der Nasenspitze sichtbar. Die Oberlippe kann in diesem Zusammenhang ödematös geschwollen sein.[2]

Treten die Symptome nach einer Verletzung im äußeren Bereich der Nase auf, kann es sich dabei um ein Erysipel handeln. Durch das Eintreten von Streptokokken, Staphylococcus aureus und grammnegative Stäbchen kommt es zu entzündlichen Reaktionen der betroffenen Hautbereiche. Das Erysipel im Gesichtsbereich beginnt zumeist mit stark erhöhter Temperatur, Spannungsgefühl der Weichteile und es folgt eine Rötung und Schwellung mit scharfer Begrenzung. Das Gewebe fühlt sich warm an und es kann gelegentlich auch zu einer Bläschenbildung kommen.[3]

Die allergische Entzündung der Nasenschleimhaut und Bindehaut(Rhinokonjunktivitis) zählt zu den häufigsten immunologischen Erkrankungen. Die Augen betreffend, besteht eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) mit zum Teil sehr ausgeprägtem Juckreiz und verstärktem Tränenfluss. Die Beteiligung der Nase äußert sich ebenfalls mit ausgeprägtem Juckreiz, Niessattacken und Schnupfen.[4]

Biologischer Zusammenhang

Mechanische Einflüsse wie z.B. langes Sitzen oder enge Kleidung, sowie physikalische (rasieren), oder chemische (Öle) Faktoren begünstigen die Entstehung einer Follikulitis.[2]

Ursache der allergischen Rhinitis ist die Sensibilisierung gegenüber einem oder mehreren Allergenen. Beim Erstkontakt mit einem bestimmten Allergen nimmt eine Zelle bzw. ein Makrophage (Fresszelle) das Allergen auf und präsentiert es einem T-Lymphozyten. Dieser regt wiederum B-Lymphozyten zur Differenzierung an. Sie produzieren Antikörper, welche sich gegen das Allergen richten. Beim Zweitkontakt mit diesem Allergen werden Entzündungsmediatoren freigesetzt. Diese Mediatoren führen beim Patienten zu den typischen Symptomen.[4]

Häufiges Schnäuzen kann zu einer Hautirritation der Nase führen. Die Haut ist meist am Naseneingang gerötet, rau, verursacht ein brennendes Gefühl und kann gelegentlich auch mit Juckreiz einhergehen. Komplikationen werden vor allem durch Infektionen verursacht.[3]

Zu beachten

Eine inadäquate Behandlung oder Manipulation des Nasenfurunkels sowie des Erysipels kann zu einer hämatogenen Keimverschleppung und somit zur Ausbreitung des Erregers führen.[2]

Bei einer Rhinokonjunktivitis muss zunächst eine ärztliche Anamnese erstellt werden um vermutete Allergene mit Hilfe klinischer Untersuchungen identifizieren zu können.[4]

Warnzeichen in Zusammenhang mit einer geröteten Haut im Außenbereich der Nase sind Schwellung, Schmerzen und Überwärmung. In diesen Fällen muss ein Arzt aufgesucht werden, da eventuell eine Therapie mit Antibiotika nötig ist.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen