Halsschmerzen: Klassische Arzneimittel

Halstabletten "Ratiopharm"

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Halsschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Wenn zu Beginn ein Kratzen im Hals auftritt, ist meist eine Erkältung der Grund. Entzündungen von Mundschleimhaut und Rachenraum zeigen sich häufig in Form von Halsschmerzen. Diese äußern sich als Halskratzen, Schluckbeschwerden oder auch Schmerzen beim Sprechen. Arzneimittel gegen diese Symptome müssen beruhigend, schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken sowie die natürliche Flora der Mundschleimhaut und der Schleimhaut des Rachens stabilisieren. Rezeptfreie pflanzliche, homöopathische, und synthetische Stoffe können als Halstabletten oder Lutschtabletten lindernd wirken.[1] Halstabletten von ratiopharm sollen als temporär (zeitlich begrenzt) unterstützende Behandlung gegen Entzündungen der Mundschleimhaut und des Rachens wirken.[2]

Wie diese Wirkung zustande kommt, was bei der Anwendung beachtet werden muss und welche Nebenwirkungen möglich sind, zeigt der folgende Text.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Hersteller: ratiopharm GmbH
  • Wirkstoff: 1,0 mg Cetylpyridiniumchlorid 1 H2O
  • Darreichungsform: Lutschtabletten
  • Rezeptfrei? Ja
  • Hilft bei Halsschmerzen? Ja

Medizinische Fakten

Eine Entzündung der Mund- und Rachenschleimhaut (Pharyngitis) wird häufig durch Erkältungsviren ausgelöst. Halstabletten von ratiopharm sollen durch die quartäre Ammoniumverbindung Cetylpyridiniumchlorid eine Linderung von Halsschmerzen und Schluckbeschwerden bewirken. Neben dem arzneilich wirksamen Bestandteil Cetylpyridiniumchlorid beinhalten die Tabletten zudem Sorbit (Zuckeralkohol), Magnesiumstearat und Pfefferminz-Aroma (natürlich und sprühgetrocknet).[3]

Wirkungsweise bei Halsschmerzen

Halstabletten von ratiopharm sollen durch den Wirkstoff Cetylpyridiniumchloridantiseptisch gegen die Infektionen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum wirken. Diese quartäre Ammoniumverbindung wirkt zudem desinfizierend.[4]

Anwendung und Dosierung bei Halsschmerzen

Zur Anwendung der Halstabletten von ratiopharm wird bei Erwachsenen und Kindern die tägliche Einnahme von einer Lutschtablette im Abstand von zwei Stunden empfohlen (insgesamt 5 Tabletten täglich). Die Tabletten werden im Mund (in der Backentasche) behalten und sollten langsam zergehen. Von längerfristiger Einnahme ist ohne ärztlichen Rat dringend abzuraten.[5]

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen die Entwicklung einer Sensibilisierung und das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Schwellung der Haut oder der Schleimhäute.[6]

Gegenanzeigen und Warnhinweise

Eine Überempfindlichkeit gegen den Inhaltsstoff Cetylpyridinium oder einen der anderen Inhaltsstoffe kann auftreten. Bei offenen Wunden sollte das Präparat nicht angewendet werden, da es zu Verzögerungen der Wundheilung führen kann. Bei Erkrankungen mit hohem Fieber (Pyrexie), Übelkeit (Nausea), Erbrechen (Emesis) oder Kopfschmerzen (Cephalgie) soll die Anwendung mit einem Arzt abgesprochen werden.

Die Halstabletten sollen ausschließlich zur Behandlung akuter Beschwerden verwendet werden und eignen sich somit nicht zur längerfristigen Behandlung. Da das Präparat Sorbit (Zuckeralkohol) enthält, wird Betroffenen, die unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden, vorerst die Rücksprache mit einem Arzt empfohlen. Zudem ist die Anwendung der Tabletten bei Kindern unter drei Jahren aufgrund einer Schluckgefahr zu unterlassen. Es ist darauf hinzuweisen, dass Betroffene mit Kontaktallergien das Arzneimittel nicht anwenden sollten, da durch Cetylpyridinium eine erhöhte Wahrscheinlichkeit zur Sensibilisierung besteht.[7]

Alternativen

Vergleichbare Präparate sind unter anderem von den Firmen HEXAL, Norvatis und BAYER auf dem Markt. Alternativ oder ergänzend können auch homöopathische Mittel von WELEDA, WALA oder DHU eingesetzt werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen