Halsschmerzen: Ursachen

Halsschmerzen nach Erkältung

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Halsschmerzen können als Symptom vieler verschiedener Erkrankungen in unterschiedlichen Stärken und unterschiedlichen Qualitäten auftreten. Auch nach einer Erkältung ist Halsweh keine Seltenheit und kann bis zu einigen Wochen lang anhalten.

Wie es zu Halsschmerzen nach einer Erkältung kommt, was dabei im Körper passiert und was bei einer Erkrankung beachtet werden muss, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Die meisten Fälle von Halsschmerzen stehen in direktem Zusammenhang mit einer Erkältung. Hier sind es Viren oder seltener auch Bakterien, die für die Halsschmerzen verantwortlich sind. Halsschmerzen können bereits als unspezifisches Symptom auftreten, bevor es zu anderen klassischen Erkältungssymptomen wie Schnupfen (Rhinitis) und Husten (Tussis) kommt. Erkältungsbedingte Halsschmerzen sollten während einer akuten Erkältung bereits nach 2 Tagen besser werden und bald ganz verschwunden sein.

Halsschmerzen können aber auch noch länger anhalten und dann eventuell ein Anzeichen für eine Folgeerkrankung sein, wie z.B. eine Mandelentzündung.[1]

Im Unterschied zu einer Erkältung verursachen bakterielle Infektionen meist länger anhaltende Beschwerden. Anhaltende Halsschmerzen können so ein Ausdruck einer bakteriellen Zusatzinfektion sein. Besonders häufig kommt es nach einer Erkältung zu:

  • Rachenentzündung (Pharyngitis)
  • Mandelentzündung (Tonsillitis)
  • Kehlkopf- bzw. Stimmbandentzündung (Laryngitis)
  • Nasennebenhöhenentzündung (Sinusitis)
  • Kehldeckelentzündung

Biologischer Zusammenhang

Bei einer Erkältung dringen Viren (selten auch Bakterien) über die Atemwege in den Nasen-Hals- und Rachenraum ein. Sie befallen die Zellen der Schleimhäute, vermehren sich und zerstören die Zellen. So kommt es zu lokalen Entzündungen.

Die Halsschmerzen werden auf zwei Arten verursacht: Einerseits können die zerstörten Zellen selber bestimmte Sensoren aktivieren, die Schmerzreize übermitteln.

Ein zugeschwollener Hals und Schmerzen vor allem beim Schlucken entstehen andererseits jedoch meist durch die Reaktion des Immunsystems. Durch dessen Aktivierung werden verschiedene Vorgänge in Gang gesetzt, unter anderem wird die Durchblutung angeregt. Die Blutgefäße schwellen an und die Schleimhäute ebenfalls. So schwillt der Hals zu. Die entzündeten Stellen werden beim Schlucken stärker als normal belastet und rufen so Halsschmerzen hervor.[2]

Zu beachten

Kinder und ältere Menschen sind für diese Komplikationen besonders gefährdet. Bei ihnen ist das Immunsystem entweder noch nicht vollständig ausgebildet oder hat schon wieder an Stärke verloren. Auch Menschen, die bereits unter anderen Erkrankungen leiden, bekommen häufiger weitere Beschwerden nach einer Erkältung.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen