Halsschmerzen: Ursachen

Starke Halsschmerzen (nach Magenspiegelung)

© PantherMedia / Kamil Macniak

Halsschmerzen können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden. Es muss ihnen nicht immer eine Erkrankung zugrunde liegen. Starke Halsschmerzen können zum Beispiel auch nach medizinischen Untersuchungen wie einer Magenspiegelung auftreten.

Wie starke Halsschmerzen nach Magenspiegelung zustande kommen, was dabei beachtet werden muss und wann es gefährlich wird, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Halsschmerzen können nach einer Magenspiegelung auftreten, sie sind aber keine grundsätzliche Folge einer Magenspiegelung. Etwa einer von fünf Betroffenen klagt nach einer Magenspiegelung über Halsschmerzen. Sie können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In den meisten Fällen verschwinden die Halsschmerzen aber nach wenigen Stunden wieder. Nur in seltenen Fällen bleiben sie über zwei bis drei Tage bestehen.[1]

Biologischer Zusammenhang

Halsschmerzen entstehen durch eine Reizung der Schleimhäute und der sich darin befindenden sensorischen Zellen. Bei einer Magenspiegelung wird ein langer biegsamer Schlauch (Endoskop) über den Mund bis in den Magen eingeführt. So können gefährliche Veränderungen im Magen und in der Speiseröhre entdeckt und eventuell Proben zur Untersuchung genommen werden.

Nach der Spiegelung wird der Schlauch wieder über die Speiseröhre aus dem Magen gezogen. Dabei kann es passieren, dass Magensäure mit verschleppt wird. In der Regel wird sie in der Speiseröhre schon abgestreift. Gelangt Magensäure allerdings in den Hals, reizt sie die Zellen der Schleimhäute und kann Schmerzen verursachen. Ursache dieser Beschwerden ist der saure pH-Wert der Magensäure. Im Hals herrscht ein fast neutraler pH-Wert.

Außerdem können Halsschmerzen auch durch kleine Verletzungen der Schleimhäute entstehen. Bei erfahrenen Untersuchern ist dies aber sehr selten der Fall.[2]

Zu beachten

Halsschmerzen, die über ein bis zwei Tage auftreten, sind in der Regel ungefährlich. Mit der Zeit heilen die Verletzungen ab und die Magensäure gelangt wieder in den Magen zurück. Treten folgende Situationen ein, sollte aber unbedingt ein Arzt benachrichtigt werden:

  • Halsschmerzen länger als drei Tage
  • Starke Schluckbeschwerden
  • Halsschmerzen werden schlimmer
  • Probleme nach dem Essen

Unter Umständen kann bei einer Magensiegelung auch eine Übertragung von Bakterien oder Viren geschehen. In solchen Fällen sind die Halsschmerzen nicht durch die Untersuchung, sondern durch den Befall mit Krankheitserregern verursacht. Eine Infektion zeigt sich aber in der Regel noch durch andere Symptome und lässt sich so relativ leicht von Halsschmerzen, die durch die Untersuchung verursacht worden sind, abgrenzen.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen