Halsschmerzen: Ursachen

Halsschmerzen (vom Rauchen)

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Halsschmerzen können durch viele unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden. Nicht nur Infektionskrankheiten, sondern auch externe Faktoren können Halsweh auslösen. Einer der häufigsten Faktoren dafür ist Rauchen.

Welche Stoffe beim Rauchen schädlich sind, was dabei im Körper passiert und wie Halsschmerzen entstehen, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Zigarettenrauch zählt zu den chemischen Noxen, welche kontinuierlich die Schleimhäute der Atemwege reizen und so Husten und Halsschmerzen verursachen können.[1]

Raucher sind für diese Art von Halsschmerzen besonders gefährdet. Sie können aber auch bei Menschen entstehen, die nur passiv den Rauch aufnehmen und nicht selber rauchen.

Halsschmerzen, die durch Rauchen verursacht werden, beginnen meist schleichend. Zu Beginn treten sie nur zeitweise auf und verschwinden dann wieder. Nach einigen Jahren können sie aber auch dauerhaft bestehen und stellen ein deutliches Zeichen für eine Schädigung der Schleimhaut dar.[2]

Biologischer Zusammenhang

Halsschmerzen können beim Rauchen auf zwei unterschiedliche Arten entstehen.

Einerseits führt der Zigarettenrauch dazu, dass die Schleimhäute austrocknen. Normalerweise liegt auf den Schleimhäuten eine zusätzliche Sekretschicht. Dieses Sekret besteht aus Proteinen und Lipiden und wird von den Schleimhautzellen gebildet. Außerdem befinden sich hier Immunoglobuline, die für die Abwehr von Krankheitserregern und Parasiten verantwortlich sind. Zigarettenrauch trocknet diese Sekretschicht aus. Somit werden die Schleimhäute anfälliger für alle Arten von Bakterien und Viren. Raucher erkranken somit häufiger an Infektionskrankheiten. Aufgrund der verminderten Schutzbarriere dauert es in der Regel auch länger, bis sie sich von einem Infekt erholt haben.

Der Rauch kann auf der geschädigten Schleimhaut außerdem direkte Effekte haben. Bestandteile des Rauches können Zellen der Schleimhaut angreifen, schädigen und sogar zerstören. So kann es zu Entzündungen kommen. Das Abwehrsystem des Körpers wird aktiviert. Die Durchblutung steigt, die Schleimhäute schwellen an und es kommt zur Ausschüttung bestimmter Stoffe, die die Entzündung hemmen sollen. Auch diese Vorgänge können Halsschmerzen hervorrufen.[3]

Zu beachten

Bekanntlich ist Rauchen auch ein Risikofaktor für Krebs. Häufige Halsschmerzen bei Rauchern können somit auch ein erstes Anzeichen für eine beginnende Tumorerkrankung sein. Deshalb gilt, dass spätestens dann ein Arzt aufgesucht werden sollte:

  • Wenn die Halsschmerzen stetig schlimmer werden
  • Bluthusten auftritt
  • Die Halsschmerzen dauerhaft bestehen
  • Symptome wie Abgeschlagenheit oder starke Müdigkeit hinzukommen

Gegen Haschmerzen bei oder nach dem Rauchen hilft es nicht, Medikamente einzunehmen. Diese können zwar die Schmerzen für einen bestimmten Zeitraum unterdrücken, sie bekämpfen jedoch die Ursache nicht.

Bei Kindern, älteren Menschen und Menschen mit Atemwegsinfekten kann sich Rauchen besonders schädlich auswirken. Bei diesen Personengruppen sind die Schleimhäute im Hals besonders anfällig. Zigarettenrauch kann hier schneller zu Schäden führen und stärkere Schädigungen hervorrufen. Zu beachten ist vor allem bei Kindern, dass Passivrauchen dieselben Effekte wie aktives Rauchen hat! Eltern, die rauchen, sollten also immer versuchen, dies nicht in Gegenwart ihres Kindes zu tun.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen