Halsschmerzen: Ursachen

Halsschmerzen (nach OP)

© PantherMedia / pictrough

Halsschmerzen können als Symptom bei einer Vielzahl von Erkrankungen auftreten. Sie können aber auch durch andere Faktoren verursacht werden. In einigen Fällen treten Halsschmerzen nach einer Operation auf.

Wie es zu Halsschmerzen nach OP kommt, was dabei im Körper passiert und was zu beachten ist, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Operation ist an sich keine Ursache, aber ein begünstigender Faktor für Halsschmerzen. Halsschmerzen nach einer Operation können durch die Art der Operation selbst oder durch Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien verursacht werden.

Halsschmerzen, die durch die Narkose an sich verursacht werden, halten in der Regel nicht länger als zwei Tage lang an. Kommt es zu einer Infektion, können Halsschmerzen über einen Zeitraum von bis zu drei Wochen bestehen bleiben.

Generell sollten Halsschmerzen nach einer Operation dem Arzt mitgeteilt werden. Dieser kann den Hals untersuchen und (wenn nötig), je nach Ursache, eine gezielte Behandlung einleiten.[1]

Biologischer Zusammenhang

Halsschmerzen nach einer Narkose können auf unterschiedlichen Wegen entstehen:

Bei einer Narkose schläft der Patient und die Muskulatur wird gelähmt. Nach der Einleitung der Narkose wird der Patient intubiert. Intubieren bedeutet, dass ihm ein Schlauch zur Beatmung über den Mund in den Rachenraum gelegt wird. Dieser Intubationsschlauch kann die Schleimhaut verletzen, was dann nachher zu Halsschmerzen führt.

Auf der anderen Seite wird nach einer OP eine akute entzündungsbedingte Hemmung des Immunsystems eingeleitet. Der Körper registriert eine Schädigung, die Wunde. Er legt dann den Fokus auf die Wundheilung und die Funktion des Immunsystems wird beispielsweise in den oberen Atemwegen abgeschwächt. So gelangen Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien leichter in den Körper und können sich schneller vermehren. Da sie die Zellen der Schleimhaut verletzen, treten hier ebenfalls Schmerzen auf. Es kann zu folgenden Symptomen kommen:

  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Halsschmerzen
  • Husten (Tussis)
  • Ein schlechteres Allgemeinbefinden
  • Eventuell Fieber (Pyrexie)[2]

Zu beachten

Halsschmerzen nach einer OP sind erstmal kein Grund zur Sorge. Sollten sie nach zwei bis drei Tagen allerdings nicht verschwinden, sollte der behandelnde Arzt benachrichtigt werden.

Menschen, die schon bald nach der Operation wieder auf ihre Stimme angewiesen sind, können dies im individuellen Fall mit dem Arzt besprechen. Unter Umständen können andere Methoden bei der OP genutzt werden, sodass das Risiko für Halsschmerzen reduziert wird.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen