Halsschmerzen: Ursachen

Halsschmerzen (Trockene Luft)

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Halsschmerzen können durch eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren verursacht werden. In den meisten Fällen sind Infektionen die Ursache. Sie können aber auch durch externe Faktoren ausgelöst werden, unter anderem durch trockene Luft.

Warum trockene Luft eine Ursache für Halsschmerzen ist, was dabei im Körper passiert und was beachtet werden muss, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Halsschmerzen kennt fast jeder Mensch: Sie können ziepen, drücken, kratzen und sind in jedem Fall extrem unangenehm. Neben Infektionen zählt trockene Luft zu einem der häufigsten Faktoren für ständig wiederkehrende oder dauerhaft bestehende Halsschmerzen.

Halsschmerzen, die durch trockene Luft verursacht werden, treten vor allem in den Wintermonaten auf: Der Hauptgrund sind hier heizungswarme, ungelüftete Räume, in denen sich gerne viele Menschen aufhalten.[1]

Biologischer Zusammenhang

In die Schleimhaut des Nasen-Rachen-Bereichs sind Drüsen eingelagert. Diese produzieren ständig ein Sekret aus Proteinen und Lipiden. Dieses legt sich auf die Schleimhaut wie eine zusätzliche Schutzschicht. Einerseits schützt diese Sekretschicht direkt vor schädlichen Einflüssen wie Staub oder Krankheitserregern in den Atemwegen. Andererseits befindet sich in dieser Sekretschicht eine Vielzahl von sogenannten Immunoglobulinen, die für die Abwehrfunktion des Körpers verantwortlich sind. Trockene Luft kann die schützende Sekretschicht auf den Schleimhäuten zum Austrocknen bringen. So werden die Schleimhäute gereizt. Außerdem kann der Wegfall der Schutzschicht Infektionen und Entzündungen begünstigen.

Halsschmerzen bei trockener Luft können also sowohl durch die Luft direkt als auch durch Krankheitserreger verursacht werden, die jetzt leichter in die Schleimhaut eindringen können. [2]

Zu beachten

Einige Menschen sind besonders für Halsschmerzen durch trockene Luft gefährdet. Dazu gehören vor allem Menschen, die den überwiegenden Teil ihres Tages in geschlossenen Räumen verbringen. Dabei können Halsschmerzen durch trockene Luft ganz einfach vermieden werden: Oft hilft es schon, regelmäßig am Tag zu lüften. Auch wenn es draußen kalt ist! Hier wird Stoßlüften empfohlen, also für etwa fünf bis zehn Minuten alle Fenster auf- und danach auch alle wieder zuzumachen. Außerdem kann ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft den Schleimhäuten guttun und die Reizung stillen.

Besonders empfindliche Menschen können zum Beispiel eine Schale mit Wasser auf die Heizung stellen. Dadurch wird die Raumluft befeuchtet.

Kinder und ältere Menschen sind besonders empfänglich für Halsschmerzen durch trockene Luft. Bei Kindern ist die natürliche Schutzschicht auf der Schleimhaut noch nicht vollständig aufgebaut. Bei älteren Menschen wird sie sukzessive wieder abgebaut. Auch Menschen, die an chronischen Erkrankungen leiden, reagieren empfindlicher auf trockene Luft. Ebenso Menschen mit einer Allergie.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen