Halsschmerzen: Ursachen

Halsschmerzen – Krebs als Auslöser?

© PantherMedia / Kasia Bialasiewicz

Hinter Schmerzen im Hals können sich Rachentumoren verbergen. Weitaus häufiger sind aber Entzündungen und Reizungen der Schleimhäute die Ursache. Im Folgenden sollen die medizinischen Fakten und biologischen Zusammenhänge näher erläutert werden.

Medizinische Fakten

Der Hauptgrund für Halsweh sind Entzündungen des Rachens (Pharyngitis), der Mandeln (Tonsillitis), oder des Kehlkopfes (Laryngitis). Sie werden durch Viren oder bakterielle Infektionen verursacht und gehen häufig mit anderen Erkältungsbeschwerden wie Husten, Schnupfen oder Fieber einher. Auch trockene Raumluft oder Reizstoffe in der Umwelt wie Tabakrauch können Halsschmerzen auslösen. Ebenso kann es zu Halsschmerzen führen, wenn Magensaft durch die Speiseröhre bis in den Rachen aufsteigt (oesophageale Refluxkrankheit). Ein typisches weiteres Symptom ist in diesem Fall ein brennendes Gefühl in Magen und Brust, das auch als Sodbrennen bezeichnet wird, sowie retrosternaler Schmerz. Halschmerzen können auch durch Schnarchen in der Nacht ausgelöst werden und treten dann typischerweise morgens auf. [1] In seltenen Fällen können anhaltende Halsschmerzen ein Symptom von Krebs im Rachenraum (Pharynxkarzinom) oder im Bereich des Kehlkopfes (Larynxkarzinom) sein. Bei Tumoren im oberen Nasenrachenraum kann es zusätzlich zu einer Behinderung der Atmung, Nasenbluten oder Ohrenproblemen kommen. Tumoren in tieferen Bereichen des Rachens lösen neben Halschmerzen häufig auch Schluckbeschwerden aus.[2]

Biologischer Zusammenhang

Tumoren im Rachenraum entstehen dadurch, dass Schleimhautzellen entarten und sich unkontrolliert vermehren. Es kommt zu Wucherungen, die im fortgeschrittenen Stadium Schmerzen im Hals auslösen können. Als wichtigster Auslöser für die Entartung der Zellen gilt das Zusammenspiel von Alkoholkonsum und dem Genuss von Tabakprodukten. Auch Viren wie das Epstein-Barr-Virus oder das Humane-Papilloma-Virus scheinen die Entstehung von Krebs im Rachenraum zu begünstigen. Weitaus häufiger als Krebs verbirgt sich eine Reizung der Schleimhäute im Rachenraum hinter Halsschmerzen. Sie wird durch eine Entzündung infolge eines Befalls mit Viren oder Bakterien ausgelöst oder durch chemische Stoffe, die zum Beispiel im Tabakrauch stecken. Schnarchen in der Nacht mit offenem Mund oder das Einatmen trockener Luft können dazu führen, dass die Schleimhäute austrocknen, was ebenfalls zu einer schmerzhaften Reizung führt.

Zu beachten

Eine Selbstdiagnose von Krebs im Rachenraum ist nicht möglich, da Halsschmerzen ein Symptom für viele andere Erkrankungen sein können.[3] Langanhaltende Beschwerden unklarer Ursache sollte in jedem Fall ein Arzt untersuchen.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen