Grippe: Wiki

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© PantherMedia / Richard Martin Lee

Häufig werden im alltäglichem Sprachgebrauch Grippe (Influenza oder „echte Grippe“) und grippaler Infekt (Erkältung) miteinander verwechselt. Die Grippe zeigt sich jedoch mit einem erheblich schwererem Krankheitsbild als ein grippaler Infekt.[1]

Fakten zum Thema

Grippe:

Die Erreger der Grippe sind Influenzaviren, die in den meisten Fällen durch Tröpfchen- (durch Niesen oder Husten) oder Schmierinfektion (durch einen Händedruck oder durch Anfassen von Türgriffen) übertragen werden. Sie tritt vermehrt in den Wintermonaten auf. Nach ein bis vier Tage Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der Symptome) beginnt die Grippe mit plötzlich einsetzenden, schwerenKrankheitssymptomen. Symptome sind abruptes Fieber von über 39-40°C, Schüttelfrost, heftige Kopf- und Gliederschmerzen, trockener Husten und Halsschmerzen. Bei einem unkomplizierten Verlauf klingen die Beschwerden innerhalb einer Woche ab, die Krankheit verheilt also selbstlimitierend. Eine Grippe kann aber auch länger anhalten, denn manchmal persistiert eine Müdigkeit oder Reizhusten über mehrere Wochen. Influenzaviren schädigen durch ihre rasche Vermehrung die Schleimhäute der Atemwege, was die menschlichen Abwehrkräfte zusätzlich mindert. So können sich Bakterien ungehindert ansiedeln und vermehren, was zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien führt (bakterielle Superinfektion), die eine Komplikation darstellt. Somit kann es sekundär zu einer Lungenentzündung, Bronchitis, Mittelohrentzündung (Otitis media) oder Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusits) kommen. Bei Patienten mit intaktem Immunsystem heilt eine Grippe ohne Folgen aus, bei immungeschwächten Patienten, bei Älteren, Kleinkindern oder Schwangeren kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen.[1, 2, 3]

Grippaler Infekt:

Der grippale Infekt wird ebenfalls durch eine Vielzahl verschiedener Viren ausgelöst, die auch mittels Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden. Die Symptome setzenlangsam ein und es kommt zu einem ungleich leichteren Krankheitsbild als bei einer Grippe. Symptome sind unter anderem erhöhte Temperatur oder nur leichtes Fieber, Schnupfen mit wässrigem Sekret und Halsschmerzen. Ausserdem kommt es zu einem produktiven Husten (Husten mit Auswurf). Das klare, wässrige Sekret kann sich durch eine bakterielle Superinfektion im Verlauf der Erkrankung in dickflüssigeres, gelblich-grünes Sekret verändern. Die Nasenschleimhäute schwellen an, wodurch das Atmen schwerer fällt und sich ein Druckgefühl in den Ohren einstellen kann, da die Belüftung durch die Eustachische Röhre (Verbindung zwischen Nasenrachen und Mittelohr) nicht mehr gegeben ist. Durch die erhöhte Temperatur kommt es häufig zu allgemeiner Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen. Der Krankheitsverlauf endet in der Regel komplikationslos nach etwa einer Wochen. [4, 5, 6]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe