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Grippe Infektionsweg

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Eine echte Grippe (Influenza, Virusgrippe) zeigt sich meist durch stärkere Symptome als eine herkömmliche Erkältung und hält über einen längeren Zeitraum an. Jedes Jahr ist die Grippe allein Ursache für fast fünf Millionen Arztkonsultationen. Um sich zu schützen, ist es wichtig, den Infektionsweg der Grippe zu kennen.[1]

Wie eine Grippe entsteht, welche Übertragungswege es gibt und wie man sich vor einer Übertragung schützen kann, soll im Folgenden beschrieben werden.

Medizinische Fakten

Die Grippe- oder Influenza-Viren können sich auf verschiedenen Wegen in der Bevölkerung ausbreiten. Mediziner unterscheiden in der Fachsprache drei Formen der Übertragung:

  • Kontaktinfektion
  • Schmierinfektion
  • Tröpfcheninfektion

Die Tröpfcheninfektion wird als der häufigste Übertragungsweg angesehen. Zu einer Schmierinfektion kommt es häufig bei Kindern.[2]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Eine Grippe-Erkrankung entsteht, wenn Influenza-Viren in den Körper eindringen. Voraussetzung für eine Infektion ist also, dass Viren von einem bereits infizierten Menschen auf einen noch gesunden Menschen übertragen werden.

Bei einer Kontaktinfektion erfolgt diese Übertragung direkt von Mensch zu Mensch. Zu einer Kontaktinfektion kommt es zum Beispiel, wenn Viren durch Niesen oder Husten auf die Hände gelangen und dann durch Händeschütteln auf andere Menschen übertragen werden. Auch durch Umarmungen, durch Küsse oder durch kurzen körperlichen Kontakt im Bus oder der Bahn können Viren übertragen werden.

Bei einer Schmierinfektion werden Viren über Gegenstände weitergegeben. Bei Kindern sind dies häufig Spielzeuge oder Kuscheltiere. Im Erwachsenenalter findet eine Schmierinfektion meistens über Türklinken, Geländer, Telefonhörer, Geschirr oder auch über die Tastatur am Computer statt. Viren können auf Gegenständen einige Tage lang überleben.

Bei einer Tröpfcheninfektion werden die Viren durch die Luft übertragen. BeimNiesen, Sprechen oder Husten werden kleinste Speicheltröpfchen freigesetzt (Aerosolbildung). Diese gelangen durch den Druck beim Husten, Sprechen oder Niesen direkt auf andere Menschen und können sich dort weiter verbreiten.[3]

Grippe und Kinder

Bei Kindern ist die Funktion des Immunsystems noch in der Entwicklung. Kinder sind deshalb viel anfälliger für eine Grippe und die Symptome fallen stärker aus. Um auch Kinder schon möglichst gut vor einer Infektion zu schützen, sollten allgemeine Hygieneregeln schon früh gelehrt werden. Eltern sollten ihren Kindern bereits früh klarmachen, was es für sie bedeutet, eine Grippe zu bekommen. Die Übertragungswege können zum besseren Verständnis illustriert werden. Je früher ein Verständnis dafür geschaffen wird, wie sich das Influenza-Virus verbreitet, desto gezielter und früher kann einer Ausbreitung entgegen gewirkt werden.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe