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Grippe Verlauf

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Eine echte Grippe (Influenza, Virusgrippe) wird durch Influenzaviren Typ A und B verursacht. Nach dem Kontakt mit dem Erreger ist eine Inkubationszeit von 1- 2 Tagen typisch. In den meisten Fällen beginnt der Grippeverlauf mit plötzlichem Fieber (Pyrexie) über 38,5 °C, Halsschmerzen (Pharyngitis), Reizhusten sowie Kopf- (Cephalgie) und Gliederschmerzen. Des weiteren treten im Krankheitsverlauf der Grippe oftmals Begleitsymptome wie Schnupfen (Rhinitis), Abgeschlagenheit, Erbrechen (Emesis) und Durchfall (Diarrhoe) auf. Im Durchschnitt beträgt die Krankheitsdauer 5 – 7 Tage.

Wie der genaue Verlauf der Grippe beschrieben werden kann und welche Behandlung möglich ist, soll im Folgenden thematisiert werden.  

Medizinische Fakten

Übertragen wird die Grippe insbesondere durch Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen entstehen und auf die Schleimhäute einer anderen Person gelangen. Eine Übertragung kann auch durch direkten Kontakt (Händeschütteln, Umarmungen, Niesen Sprechen in kurzer Distanz) oder mit Oberflächen stattfinden. Allerdings muss danach ein Hand-Mund- oder Hand-Nasen-Kontakt stattfinden. Die Inkubationszeit liegt bei 1- 2 Tagen, ansteckend ist eine infizierte Person bis ca. 7 Tage nach Symptombeginn.[1]

Verlauf der Grippe

Der Beginn der Grippe ist oftmals durch akutes, hohes Fieber (Pyrexie), Schüttelfrost (Febris undularis), Abgeschlagenheit, Glieder- und Kopfschmerzen geprägt. Die anschließende Genesung kann sich über Wochen ziehen und wird meist von Reizhusten begleitet. Der typische Grippeverlauf ist:

  • Schlagartiger Krankheitsbeginn
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit
  • Husten (Tussis)
  • Kreislaufbeschwerden[2]

Das Fieber dauert bei den meisten Erkrankten 3 – 4 Tage. Sollte nach dieser Zeitspanne noch einmal ein Fieberanstieg erfolgen, weist dies auf eine zusätzliche bakterielle Infektion hin.[3]

Biologischer Zusammenhang

Die Influenzaviren beginnen nach Eindringen in den Körper mit der Virusvermehrung, indem sie eine Neubildung weiterer Viruszellen bewirken. Fieber ist ein Mechanismus des Körpers zur Bekämpfung des Virus: Durch die Erhöhung der Körpertemperatur kann der Körper den Blutstrom und somit die Produktion und den Transport von Antikörpern sowie den Abtransport zerstörter Viruszellen beschleunigen. Schnupfen, Husten, Erbrechen und Durchfall führen zum schnellen Transport zerstörter oder auch noch intakter Viruszellen aus dem Körper heraus.

Tipps zur Behandlung

Betreffend der Therapie ist wie bei den meisten Erkrankungen auf Bettruhe und genügend Flüssigkeitszufuhr zu achten. Zudem können verordnete Neuraminidasehemmer eingesetzt werden, welche die Freisetzung neugebildeter Viren blockieren.[4] Liegt zudem die Gefahr vor, noch zusätzlich an einer bakteriellen Infektion zu erkranken, ist zusätzlich Antibiotika einzunehmen. Zusätzlich können die einzelnen Symptome, die im Verlauf der Grippe auftreten, behandelt werden. Gegen das Fieber ist es sinnvoll, fiebersenkende Medikamente einzunehmen oder auf Hausmittel wie Wadenwickel zurückzugreifen, um sicherzustellen, dass das Fieber nicht auf über 40 °C steigt. Bettruhe und eine warme Umgebung helfen gegen den Schüttelfrost und sorgen für die benötigte Ruhe aufgrund der Abgeschlagenheit und Erschöpfung. Gegen Kopf- und Gliederschmerzen können in schweren Fällen Schmerzmittel eingesetzt werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe