Grippe: Wiki

Influenza A, B und C

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Viele Menschen erkranken jedes Jahr an einer Grippe. Die Krankheit tritt gehäuft in den Wintermonaten bis in den Frühling auf. Infektionen sind jedoch das ganze Jahr über möglich.[1]

Viele verschiedene Grippe-Viren zirkulieren und können den Menschen infizieren. Worin sich die 3 Influenza-Typen A, B und C unterscheiden und über Wissenswertes rund um die Influenza wird nachfolgend informiert.

Fakten zum Thema

Die Influenza ist eine Virusgrippe, welche akute Atemwegsinfektionen auslöst. Die Orthomyxoviren sind umhüllte RNA-Viren mit segmentiertem Genom. Ihnen werden die 3 Typen

  • Influenza A
  • Influenza B
  • Influenza C

zugeordnet. Die Einteilung erfolgt aufgrund der vorhandenen Oberflächenproteine Hämagglutinin und Neuraminidase. Hämagglutinin bindet an Zellrezeptoren der Atemwege und leitet die Aufnahme der Viren in die Wirtszellen ein. Neuraminidase spielt eine Rolle bei der Freisetzung neuer Viren.[2]

Die Viren sind hochpathogen und zeichnen sich durch eine hohe Variabilität aus:

  • Viele verschiedene Influenza-Viren zirkulieren und können zur Infektion bei dem Menschen führen.
  • Sie unterliegen einer hohen Mutationsrate, da die RNA-Polymerase (Enzym, welches das Genom vervielfältigt) keine Fehlerkorrekturfunktion(proof-reading) besitzt, was zu einer genetischen Veränderung der Viren führt (Antigendrift).
  • Bei gleichzeitiger Infektion einer Zelle mit unterschiedlichen Viren kann es zum Austausch ganzer Gensegmente kommen(Reassortment).[3]

Aus diesen Gründen entstehen jährlich neue Varianten der Influenza-Viren, die allerdings nicht immer in einer Pathogenität für den Menschen resultieren müssen.

Unterschiede

Prinzipiell gilt die Influenza A als die gefährlichste der 3 Unterordnungen. Ihr werden schwere Pandemien und Epidemien mit vielen Todesfällen angerechnet. Die Viren des Typs B und C sind hauptsächlich für den Menschen pathogen. Die Influenza A kann im Gegensatz dazu weitere Säugetiere und Vögel infizieren.

Die Influenza B tritt meist bei Kindern und Jugendlichen mit einem milderen Verlauf im Vergleich zur Influenza A auf. Die Influenza C spielt eine eher untergeordnete Rolle für den Menschen, da die Erkrankung im Vergleich zu den Typen A und B sehr milde und unproblematisch verläuft. Weiterhin werden in der Regel im Kindesalter Immunitäten gegen die Influenza C aufgebaut.

Krankheitsverlauf

Die Krankheitssymptome treten plötzlich und heftig auf. Die Viren gelangen durch Mund oder Nase in die Atemwege, wo sie sowohl Zellen der Schleimhäute (Tunica mucosa) der oberen als auch der unteren Atemwege infizieren.[4] Die Verbreitung der Viren erfolgt sehr schnell, ein Vermehrungszyklus beträgt in etwa 6 Stunden. Die Inkubationszeit (Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit) beträgt durchschnittlich 1-3 Tage.[5] Die Viren befallen die Atemwege und lösen Entzündungsreaktionen aus. Im Verlauf können folgende Symptome auftreten:

  • Husten (Tussis)
  • Halsschmerzen
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • hohes Fieber (Pyrexie)
  • Abgeschlagenheit und allgemeines Unwohlsein.

Die Infektion mit den Viren kann verschiedene Atemwegsinfektionen auslösen:

  • Rachenentzündung (Pharyngitis)
  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis)
  • akute Entzündungen der Atemwege (Bronchitis).

Des Weiteren kann es bei schweren Verläufen zu einer viralen Lungenentzündung (Pneumonie) oder, aufgrund des geschwächten Immunsystems, zu einer bakteriellen Zweitinfektion (Superinfektion)kommen.[6]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe