Halsschmerzen: Begleiterscheinungen

Halsschmerzen, Fieber & Kopfschmerzen

© PantherMedia / Edward Bartel

Besonders die in den Monaten der kalten Jahreszeit häufen sich Fälle von Grippe (Saisonale Influenza) in der Bevölkerung. Als virale Infektion heilt die Erkrankung meist von selbst. Etwaige Behandlungsmaßnahmen dienen daher lediglich einer Linderung der Symptome. Wie es zu dem klassischen Beschwerdebild von Halsschmerzen, Fieber und Kopfschmerzen kommt und auf welchen biologischen Prozessen es beruht, soll im Folgenden erläutert werden.

Medizinische Fakten

Bei einer echten Grippe handelt es sich um eine Infektion mit dem so genannten Influenzavirus.[1] Besonders Orte, an denen sich gleichzeitig viele Menschen aufhalten, bergen ein erhöhtes Risiko, sich mit Grippe anzustecken, zumal die Übertragung durch Anniesen und Anhusten im Sinne einer Tröpfcheninfektion passiert. Zwischen der Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen (Inkubationszeit) liegen manchmal nur wenige Stunden, in der Regel dauert es jedoch bis zu drei Tage.

Während der Grippe können u.A. verschiedene Symptome zur Ausprägung kommen:

  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Schnupfen
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Abgeschlagenheit

Nach ein bis zwei Wochen heilt die Grippe in den meisten Fällen komplikationslos ab und die genannten Symptome sind reversibel.

Biologischer Zusammenhang

Die Schleimhäute des Atemtraktes dienen dem Influenzavirus als Eintrittspforte. Sobald der Körper die von Viren befallenen Zellen erkennt, geht das Immunsystem gegen sie vor. Bei dieser als ‚Entzündung’ bezeichneten Reaktion werden Botenstoffe frei, welche die Schmerzrezeptoren des Gewebes aktivieren. Diese wiederum senden ihre Signale an das Gehirn und die Betroffenen empfinden Halsschmerzen.

Das Fieber, welches dazu beitragen kann, eine echte Grippe von einer Erkältung im Sinne eines ‚grippalen Infekts’ abzugrenzen, wird ebenfalls von Botenstoffen ausgelöst, die im Rahmen einer Entzündungsreaktion vom Körper ausgeschüttet werden. Diese als Pyrogene bezeichneten Eiweißmoleküle führen im Gehirn zu einer Erhöhung der Körperkerntemperatur auf Werte zwischen 38°C und 41 °C. Bei diesen Bedingungen arbeiten die Abwehrzellen des Körpers am effizientesten[2], während die Viren, welche Temperaturen um die 5°C bevorzugen, deutlich geschwächt werden.[3]

Die Kopfschmerzen, die bei einer Grippe typischerweise auftreten, gehen mitunter auf das Anschwellen der Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen zurück: In den entzündeten Arealen verursachen die Stoffe der Immunabwehr eine gesteigerte Durchblutung des sich dort befindlichen, venösen Venengeflechts, was zu einem erhöhten Druck sowie zu einer unzureichenden Belüftung führt und so Schmerzen auslöst. Des Weiteren spielen auch hier jene Botenstoffe eine Rolle, die im Rahmen der Entzündungsreaktion ausgeschüttet werden (z.B. Prostaglandine) und welche die Schmerzfasern des Gewebes zum Teil direkt zu aktivieren vermögen.[4]     

Zu beachten

Im Falle eines deutlich längeren Fortbestehens der Symptome, insbesondere des Fiebers, sowie bei einer signifikanten Verschlechterung des Beschwerdebildes mit z.B. grünem oder blutigen Auswurf beim Husten sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden. Da besonders älteren oder chronisch kranken Menschen zu komplizierten Verläufen neigen, ist eine jährliche Grippeschutzimpfung empfehlenswert.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen