Halsschmerzen: Begleiterscheinungen

Halsschmerzen und Gliederschmerzen

© Adam Gregor - Fotolia

In der kalten Jahreszeit kommt es in der Bevölkerung vermehrt zu Grippe-Fällen (Saisonale Influenza). Als virale Erkrankung können sich Behandlungsmaßnahmen lediglich gegen die Symptome richten. Was das klassische Beschwerdebild betrifft, soll im Folgenden besonderes Augenmerk auf Hals- und Gliederschmerzen gelegt werden, sowie auf jene Mechanismen, durch welche diese Symptome hervorgerufen werden.

Medizinischer Hintergrund

Die Saisonale Grippe geht auf eine Infektion mit dem Influenzavirus zurück. Zumal Viren kühle Temperaturen um 5°C bevorzugen [1], bietet die kalte Jahreszeit den Erregern ideale Überlebensbedingungen. Die Ansteckung passiert als Tröpfcheninfektion durch Anniesen oder Anhusten. Aus diesem Grund ist das Ansteckungsrisiko an öffentlichen Orten mit vielen Menschen auf begrenztem Raum besonders hoch. Zwischen der Infektion und dem Auftreten von Symptomen können wenige Stunden bis drei Tage vergehen. Nach ein bis zwei Wochen sind diese in der Regel reversibel. Zu den klassischen Krankheitszeichen gehören nicht nur Fieber und unspezifische Bauchbeschwerden, sondern auch Hals- und Gliederschmerzen sowie Husten und Schnupfen.

Biologischer Zusammenhang

Die Halsschmerzen bei Grippe gehen auf den Umstand zurück, dass das Influenzavirus direkt in die Schleimhäute des Atemtraktes eindringt. Das Immunsystem des Körpers erkennt die infizierten Zellen und geht gezielt gegen sie vor. Diese Reaktion wird als ‚Entzündung’ bezeichnet und betrifft das Areal des Rachens im Sinne einer so genannten Pharyngitis.[2] Die bei diesem Angriff frei werdenden Botenstoffe aktivieren die Schmerzrezeptoren der Schleimhäute. Diese leiten ihr Signal an das Gehirn weiter, wodurch die Betroffenen Halsschmerzen empfinden. Im Zuge der anti-viralen Immunantwort kommt es unter anderem zu einer gesteigerten Ausschüttung des Botenstoffes Prostaglandin.[3] Dieser zirkuliert in der Blutbahn und aktiviert auf diesem Wege direkt die Schmerzrezeptoren in den Armen und Beinen, wodurch die meist dumpfen Gliederschmerzen hervorgerufen werden.

Zu beachten

Sollten die Symptome dauerhaft bestehen bleiben oder sich plötzlich deutlich verschlechtern – tritt hohes Fieber oder Husten mit grünlichem Auswurf hinzu, muss umgehend ein Arzt konsultiert werden, um einen komplizierten Verlauf, wie beispielsweise eine akute Bronchitis oder eine Lungenentzündung (Pneumonie), rechtzeitig abzuwenden. Besonders gefährdet sind im Rahmen einer Grippe-Infektion ältere oder chronisch kranke Personen, die durch eine jährliche Schutzimpfung ihr Infektions- und Komplikationsrisiko senken können.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen