Halsschmerzen: Begleiterscheinungen

Halsschmerzen und Kopfschmerzen

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Halsschmerzen (Pharyngitis) und Kopfschmerzen (Cephalgie) sind häufige Symptome bei Erkältungen und Grippe. Im Folgenden wird erklärt, durch welche körperlichen Vorgänge diese Symptome zustande kommen.

Medizinische Fakten

Halsschmerzen in Kombination mit Kopfschmerzen kommen sehr häufig bei einer echten Grippe (Influenza) vor. Auch bei Erkältungen (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) können sich diese Symptome zusammen zeigen. Halsschmerzen treten bei jeweils 50-60% der Patienten, die eine Erkältung oder Grippe haben, auf. Kopfschmerzen haben jedoch nur ein Viertel der Patienten mit Erkältung, aber 85% der Grippepatienten.

Die Beschwerden lassen sich häufig auf entzündliche Prozesse im Körper durch den Virenbefall bei diesen Erkrankungen zurückführen.

Erkältungen werden in den meisten Fällen durch Rhinoviren ausgelöst, während die echte Grippe durch Influenzaviren verursacht wird. Bei beiden Krankheitsbildern können neben Kopf- und Halsweh zusätzlich unter anderem Schnupfen(Rhinitis), Husten (Tussis) und Gliederschmerzen(Arthralgien, Myalgien und Ostealgien) auftreten. Fieber (Pyrexie) ist hingegen bei Erkältungen ein sehr seltenes Symptom, während es bei fast allen an Grippe erkrankten Personen auftritt. Unterscheiden lässt sich die echte Grippe von einer Erkältung zudem dadurch, dass die Beschwerden bei einer Grippe sehr plötzlich und heftig eintreten, während sie sich bei Erkältungen nach und nach zeigen und sehr viel milder verlaufen.[1]

Biologischer Zusammenhang

Kopfschmerzen und Halsschmerzen, die bei einer Erkältung oder im Zusammenhang mit Grippe auftreten, werden durch entzündliche Prozesse in den Atemwegen verursacht. Beide Erkrankungen sind durch eine Infektion mit Viren, die die Schleimhäute der oberen Atemwege befallen, bedingt. Die Schleimhäute reagieren auf diesen Virenbefall mit einer Entzündungsreaktion, die sich durch Schwellung, Sekretbildung und Schmerzen zeigt. Im Hals ist dies durch Halsschmerzen und ggf Heiserkeit zu spüren.[2]

Kopfschmerzen werden in diesem Zusammenhang häufig durch eine Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) verursacht. Dabei verschließen sich durch eine Schwellung der Schleimhäute die Ausführungsgänge der Nasennebenhöhlen, sodass kein Sekret mehr abfließen kann und keine Belüftung möglich ist. In der Folge vermehren sich die Krankheitserreger ungehindert und führen zu Entzündungen der auskleidenden Schleimhaut. Oftmals entsteht außerdem durch den Verschluss der Nasennebenhöhlen ein Druckgefühl. Durch Druck und Entzündungen entstehen die Kopfschmerzen, vor allem im Bereich der Stirn und des Oberkiefers.[3]

Zu beachten

Zeigt sich über den Zeitraum von einer Woche keine Verbesserung der Symptome oder weisen die Symptome auf eine Erkrankung an der echten Grippe hin, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Auch die Ursache von Kopfschmerzen, die über die Dauer der Infektion hinweg bestehen, sollten ärztlich abgeklärt werden.

Besonders für immungeschwächte Personen wie zum Beispiel Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranke oder Schwangere empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung gegen den Influenzavirus.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen