Halsschmerzen: Begleiterscheinungen

Halsschmerzen und grüner Auswurf

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Bei einer Erkältung oder Grippe (Influenza) sind Halsschmerzen und grüner Auswurf häufige Begleiterscheinungen.

Im folgenden Artikel sollen medizinische Fakten, biologische Zusammenhänge und Tipps näher behandelt werden.

Medizinische Fakten

Halsschmerzen und Husten der von einem grünen Auswurf begleitet wird treten häufig im Rahmen einer Erkältung oder Grippe (Influenza) auf. Halsschmerzen sind die Folge eines viralen Befalls der Schleimhäute der oberen Atemwege. Generell wird zwischen produktivem (mit Auswurf) und unproduktivem (ohne Auswurf) Husten unterschieden. Infektionskrankheit der Atemwege, wie beispielsweise eine Erkältung oder eine Grippe, gehen in der Regel in einem gewissen Zeitabschnitt mit produktiven Husten einher. Unproduktiver Husten kann gegen Ende oder zu Beginn einer Infektion durch die Beschädigung des Gewebes entstehen.

Biologischer Zusammenhang

Bei einer Erkältung oder Grippe (Influenza) werden verschiedene Abwehrmechanismen der Atemwege eingesetzt, um die virale Infektion abzuwehren. Halsschmerzen sind dabei das Resultat eines Entzündungsprozesses. Nachdem die Viren die Epithelzellen infizierthaben beginnen sie sich massiv zu vermehren. Die Zellen werden dabei beschädigt und sterben ab. Es werden dabei verschiedene Signalstoffen freigesetzt, die eine klassische Entzündungsreaktion vermitteln. Rötung, Schwellung, Schmerz und Erwärmung treten auf. Die Halsschmerzen entstehen durch die Schwellung und spezielle Schmerzbotenstoffe.

Ein zweiter Abwehrmechanismus führt zu einer massiven Produktion von Schleim. Dieser besteht aus langen Glykoproteinen (Proteinen mit Zuckerresten) und kann dadurch viel Wasser binden. Es entsteht eine netzartige dreidimensionale Matrix in die sich Virenpartikel, Bakterien und Zellabfälle verfangen. Der Schleim wird in den Atemwegen als Fremdkörper erkannt und abgehustet.

Aufgrund der Farbe und Konsistenz des Auswurfs bei produktivem Husten können Rückschlüsse auf den Erregertyp gezogen werden. Bei viralen Infektionen kommt es meist zu einer gesteigerten Sekretbildung. Das Sekret ist dabei klar und eher schleimig-dünnflüssig.
Wenn zusätzlich zur viralen Infektion auch noch ein bakterieller Infekt entsteht, eine sogenannte Superinfektion, kann der Auswurf von einer klaren durchsichtigen Farbe in einen gelblichen oder grünen Farbton übergehen. Bei einem grünen Auswurf liegt häufig eine bakterielle Infektion vor. Wenn der Auswurf einen gelblichen Farbton besitzt kann es auf bakterielle Infektion hindeuten, aber auch das Absterben von Immunzellen kann zu einer gelblichen Farbe führen. [1]

Zu beachten

Sowohl weißer als auch grüner Auswurf sind hoch ansteckend. Es empfiehlt sich Einwegtaschentücher zu verwenden und auf regelmäßiges Händewaschen zu achten.

Betroffene Personen sollten außerdem den Körperkontakt zu ihren Mitmenschen einschränken, um das Übertragungsrisiko einzuschränken.

Bei hohem Fieber, einer akuten Verschlechterung des Allgemeinzustandes oder blutigem Auswurf muss ein Arzt konsultiert werden, um die Ursache dessen zu erörtern und mögliche Komplikationen, z.B. eine Lungenentzündung (Pneumonie), zu vermeiden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen