Halsschmerzen: Begleiterscheinungen

Halsschmerzen ohne Husten

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Halsschmerzen treten unter anderem im Rahmen einer Rachenentzündung (Pharyngitis) auf.[1] Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis) oder Fieber (Pyrexie) sind dabei häufige Begleiterscheinungen. Auslöser für Infektionen sind typischerweise Erkältungsviren (50-80 % der Fälle), in manchen Fällen aber auch Bakterien (Streptokokkeninfektion). Erstere geht mit schwachen Halsschmerzen, leichtem Fieber und grippalen Beschwerden einher. Zweitere dagegen mit starken Halsschmerzen, Fieber, Schluckbeschwerden und dem Fehlen von Schnupfen, Heiserkeit (Dysphonie) und Husten.[2]

Im Gegensatz dazu kann jedoch auch Rauchen (aktiv und passiv), langes bzw. lautes Sprechen und Chemikalien, sowie Einatmen von Staub zu Schmerzen im Rachenbereich führen.[3]

Medizinische Fakten

Streptokokken sind kugelförmige Bakterien, welche bei 15-30 % der Pharyngitis-Infektionen verantwortlich sind. [4] Jährlich erkranken bis zu 1,5 Millionen Deutsche an Streptokokken-Pharyngitiden. [5] Auch Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis) oder Mittelohrentzündungen (Otitis) können in seltenen Fällen mit dieser Bakteriengruppe in Zusammenhang stehen.

Verbreitet werden diese durch Tröpfcheninfektion (z.B. Husten oder Niesen) oder Schmierinfektionen (z.B. Hautkontakt). Zwischen Eindringen des Bakteriums in den Körper und Ausbruch der Infektion (Inkubationszeit) liegt häufig ein kurzer Zeitraum.[6]

Zur Diagnose wird Rachenabstrich durchgeführt oder eine Blutkultur entnommen. Je nach Stadium werden schmerzstillende oder fiebersenkende Medikamente eingesetzt. Außerdem sollte viel warme Flüssigkeit (z.B. Tee) aufgenommen werden. Bei starken Infektionen wird zusätzlich ein Antibiotikum zur Behandlung eingesetzt.[7]

Wirkungsweise

Das erste Anzeichen einer Streptokokken-Pharyngitis ist häufig ein Kratzen und Brennen im Bereich des Rachens. Ursächlich ist eine Entzündung, welche durch das Eindringen und Vermehren der Erreger verursacht wird. Bei der Entzündung werden die Nervenenden im Hals und Rachen sensibilisiert. Somit wird Schlucken zunehmend unangenehmer, bis schließlich die ersten Schmerzen eintreten. Bei ausgeprägten Infektionen kommt es daraufhin zur Entwicklung von Fieber, als Reaktion des Körpers auf den Erreger.[8] Diese Stufe der Infektion geht meist mit Begleiterkrankungen einher. Gelblich-weiße Knötchen im Rachen weisen auf eine damit einhergehende Mandelentzündung hin.[9]

Zu beachten

Eine Schutzimpfung für dieses Erkrankungsbild ist bisher nicht vorhanden. Zu präventiven Maßnahmen zählen Aufklärung über das Krankheitsbild und adäquater Hygienemaßnahmen, um Infektionen zu verhindern.[10] Außerdem kann grundsätzlich das Immunsystem gestärkt werden. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, sportliche Aktivität, Saunabesuche und Vermeidung von trockener Heizungsluft kann dabei hilfreich sein.[11]

Bei Kindern ist es ratsam, vorsichtig bei Pharyngitis-Infektionen zu sein. ImKindergarten- bis Grundschulalter kommt es zu am häufigsten zu Infektionen. Lang anhaltende Halsschmerzen, Fieber, Anzeichen einer Mandelentzündung, Atemnot (Dyspnoe) oder Schluckbeschwerden sind dringende Gründe, mit dem betroffenen Kind sofort einen Arzt aufzusuchen.[12]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen