Halsschmerzen: Begleiterscheinungen

Hals (steif und Schmerzen)

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Stundenlanges Sitzen am PC, einseitiges Tragen von Taschen oder ungewohnte, plötzliche Bewegungen führen zu einem steifen, schmerzenden Nacken. Die Verspannungen haben eine Versteifung der Nackenmuskulatur als Folge. Fast jeder Zweite hat damit schon Erfahrungen gemacht.

Ausführlichere Ursachen, Symptomatiken, Folgen und Maßnahmen gegen einen steigen, schmerzenden Hals werden im Folgenden beschrieben.

Medizinische Fakten

Meningismus, Zervikalsyndrom oder Nackensteifigkeit: ein steifer Hals, der schmerzhaft sein kann, kann verschiedene Ursachen haben. Häufig führt eine Verkühlung durch Zugluft oder eine dauerhafte Fehlbelastungen zu diesem Krankheitsbild. Daneben sind Gliederschmerzen eine weitere Ursache, die im Rahmen einer Erkältung oder Grippe auftretender Nackenschmerzen bedacht werden sollte.[1] Außerdem können Bandscheibenschäden an der Halswirbelsäule, Ängste und Stress, ungünstige Schlafpositionen oder Wirbelblockierungen ursächlich sein.[2]

Ein häufiges Symptom ist die Versteifung der Hals- und Rückenmuskeln: Musculus Trapezius Pars Descendes, Musculus Sternocleidomastoideus, Musculi Scaleni

Hinzu kommt, dass sich durch den schmerzenden Nacken die Halsmuskulatur verspannt und so Bewegungseinschränkungen in der Halswirbelsäule und Kopfschmerzen (Cephalgie) entstehen.[3]

Biologischer Zusammenhang

Die Nackensteifigkeit äußert sich häufig in Form von verspannten Muskeln. Dies geschieht, indem die betroffene Muskulatur verkürzt und lange Zeit in diesem Zustand bleibt. Daraus folgt eine chronische Verhärtung der Muskeln, die sehr schmerzhaft sein kann. Dieser Schmerz äußert sich in einer Bewegungseinschränkung oder in Form von Druckschmerz. Durch den steifen Nacken sind ausstrahlende Schmerzen oder Kribbelgefühle (Parästhesien) eine mögliche Folge. Durch die steife Halswirbelsäulenmuskulatur entsteht eine Kompression auf das Nervengeflecht im Schulterbereich (Plexus Brachialis). Dadurch werden Nerven komprimiert, die den Schulter- und Armbereich mit Informationen versorgen.

Zu beachten

Ein erhöhtes Risiko besteht bei Berufsgruppen, die lange Zeit vor dem PC verbringen, schwere Gegenstände tragen oder häufig eine unphysiologische Körperhaltung einnehmen müssen.

Um den steifen, schmerzenden Nacken entgegenzuwirken, gibt es viele Möglichkeiten. Das selbständige Dehnen der Muskulatur oder das Entspannen mittels Wärme durch Rotlicht oder ein heißes Bad sind geeignete Mittel, die eigenständig durchführbar sind. Massagen oder Schmerzpunkttherapien eignen sich gut als passive Maßnahmen.

Treten neben den Nackenschmerzen starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber und eine akute Verschlechterung des Allgemeinzustandes auf, muss unmittelbar ein Arzt aufgesucht werden, um eine schwerwiegende Differentialdiagnose, die Hirnhautentzündung (Meningitis) auszuschließen.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen